Kommentar

Laut Straßenverkehrsordnung müssen Autos vor Zebrastreifen anhalten und Fußgänger passieren lassen. Man sieht immer mehr Radfahrer, die sich dieses Recht herausnehmen, obwohl sie vor dem Betreten abstiegen müssen, um ihn zu Fuß mit dem Rad schiebend zu überqueren.

Wenn ein Radfahrer fahrend den Zebrastreifen „betritt“, hat er in dem Moment sein Vorfahrtsrecht verwirkt.
So steht es in der Straßenverkehrsordnung, in der Zebrastreifen bezeichnend „Fußgängerüberwege“ heißen.

Radfahrer scheinen Sonderrechte zu haben, was den Verkehr angeht.

Um sie zu schützen, muss man zwischen Auto und Fahrrad mindesten ein Meter fünfzig Abstand halten, mit dem Hintergedanken, dem Radfahrer keinen Schaden zuzufügen.
Wenn man die ein Meter fünfzig nicht einhalten kann, muss man hinter dem Radfahrer blieben und darf ihn auch nicht überholen oder sich an der Ampel neben ihn stellen.

Von der Sichtweise der Radfahrer ist dies trotz eindeutiger Rechtslage anders.

Wenn ein Kolonne von Autos vor einer roten Ampel steht oder es zu Staus kommt, schmuggeln sich die Radfahrer dadurch und bis nach vorne. Plötzlich gilt bei ihnen nicht mehr der Abstand von einem Meter fünfzig, denn sie denken nur daran möglichst schnell von hier nach da zu kommen.

Wenn dann ein Unfall passiert ist. heißt es, der Autofahrer hätte den Radfahrer übersehen oder nicht aufgepasst oder den Abstand nicht eingehalten, doch die Schuldigen sind die Radfahrer.

An Zebrastreifen reden sich Radfahrer, die nicht abgestiegen sind und in einen Unfall verwickelt werden, damit das die Autofahrer zu schnell gefahren seien.
Dass Zeugen eindeutig gesehen haben, dass der Radfahrer vor dem Zebrastreifen nicht abgestiegen ist, spielt in diesem Zusammenhang für den verunfallten Radfahrer keine Rolle, denn bestimmt sagt dieser, dass der Autofahrer zu schnell gefahren sei. Dies werden auch ein paar zeugen bestätigen, doch dies spielt keine Rolle, denn die Geschwindigkeit des Autos ist nicht „amtlich ermittelt“ worden. Es dauert nicht lange und das Argument „Der Autofahrer hat nicht aufgepasst“ kommt oder „Man kann auch Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer nehmen“.

Dabei vergisst man zu leicht, dass der Radfahrer den Unfall verursacht hat, weil er sich nicht an Regeln gehalten hat..


In Modellstädten wie zum Beispiel Tübingen soll ausprobiert werden, wie man Corona-Infizierte schneller identifizieren kann und gleichzeitig wird mit Versuchen getestet, wie peu a peu wieder geöffnet werden könnte.
Es gibt aber auch Personen, die die Tests unterlaufen und missbrauchen.

So hat es eine Frau gemacht, die (eigentlich) erst einkaufen gehen wollte und danach zum Kosmetikstudio gegangen war.

In Tübingen wird ein sogenanntes „Tagesticket“ ausgestellt, wenn man sich einem Schnelltest unterzieht. Wenn man in ein Geschäft gehen möchte, ist dies zwingend notwendig. Vorher wird ein Schnelltest genommen, dann muss man kurz warten und bekommt dann das „Tagesticket“, allerdings nur, wenn der Test einen „negativen“ Befund liefert, was bedeutet, dass man nicht mit dem Coronavirus infiziert ist. Mit diesem „Ticket“ kann man an dem Tag der Testnahme einkaufen gehen oder sich in ein Restaurant und diversem mehr begeben.

Bei einem „positiven Testergebnis“ muss sehr zeitnah ein PCR-Test genommen werden, um dies zu verifizieren oder zu falsifizieren, denn PCR-Tests sind wesentlich genauer, mit einer Fehlerquote von 0,01 Prozent, im Gegensatz zum (Antigen‑)Schnelltest mit einer Sensitivität und Spezifität zwischen 95 und 97 Prozent.
Dass manche Schnelltests „falsch-positive Ergebnisse“ bei kalter Lagerung oder bei Kälte während der Testung anzeigen, ist übrigens bekannt. Glücklicherweise erkennen diese umgekehrt aber keine „Positiven“ als „Negative“, was auch sehr fatal wäre.

Die obenerwähnte Frau ließ sich in der Tübinger City einen Schnelltest abnehmen.
Dieser führte allerdings zum Ergebnis, dass sie „corona-positiv“ war.
Sie hätte sich unverzüglich in (vorbeugender) häuslicher Quarantäne begeben müssen.
Die Abnahmestelle für den Test muss das positive Testergebnis mit Personendaten an das Gesundheitsamt weiterleiten.
Man darf die häusliche Quarantäne nur in dringenden medizinischen Fällen verlassen, zum Beispiel um einen Termin wahrzunehmen für den Kontroll-PCR-Test oder bei einem (medizinischen) Notfall.

Die häusliche Quarantäne ist deswegen sehr wichtig, weil auch Personen ohne Symptome das Coronavirus weiterverbreiten können.
Die Frau hätte möglichst in einem eigenen Zimmer in der Wohnung bleiben müssen, auch während der Mahlzeiten.
Wenn sie Kontakt mit anderen Personen des Hausstands gehabt hätte, hätte sie eine Maske tragen müssen.
Es versteht sich von selbst, dass man keinen Besuch empfangen darf.
Die anderen Mitglieder des Hausstands hätten auch in Quarantäne bleiben müssen.

Die Frau argumentierte, dass der Schnelltest bei niedrigen Temperaturen fehleranfällig sei und erkannte ihn nicht an.
Sie durfte zwar nicht einkaufen gehen, nahm aber einen Termin im Kosmetikstudio wahr.
Dort wurde ein wieder ein Schnelltest genommen. Gleichzeitig begann die Kosmetikerin aber ihre Behandlung an der Kundin.

In der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg heißt es eindeutig, dass, wenn bei einer Behandlung keine Maske getragen werden könne, die Kunden einen tagesaktuellen negativen Schnelltest vorlegen müssten, der von geschulten Dritten ausgeführt und ausgewertet wird oder im Falle der Entnahme durch die Person selbst (sogenannter „Selbst-Test“), von einem geschulten Dritten überwacht werden (und zertifiziert werden) müsse.

Nach der Behandlung durch die Kosmetikerin ging die Frau zu einem Testzentrum und ließ sich einen PCR-Test abnehmen, mit der Begründung, sie müsse ja sonst in häuslicher Quarantäne, weil der „positive Schnelltest“ ans Gesundheitsamt gemeldet worden wäre.
Angeblich hätte der Schnelltest beim Kosmetikstudio einen „negativen“ Befund geliefert.
Der Besuch des Kosmetikstudios war schon kurios, denn der anschließende PCR-Test ergab, dass die Frau mit dem Coronavirus infiziert war.
Ob die Frau den PCR-Test anerkannt hatte, weiß man nicht.

Die Frau hat eindeutig gegen die Corona-Verordnung verstoßen und hat ihren Egoismus über alles gestellt.
Leider ist nicht bekannt, was der Schnelltest beim Kosmetikstudio (wirklich) ergeben hat.
Die Frau hätte in einer Abstrichstation für PCR-Tests behauptet, er sei „negativ“ gewesen, berichtete ein Zeuge, der diese „Geschichte“ publik machte.

Fest steht allerdings, dass die Frau andere massiv gefährdet und mit hoher Wahrscheinlichkeit infiziert hat.

Wenn ein Schnelltest „positiv“ ist, ist eine (vorbeugende) häusliche Quarantäne zwingend vorgeschrieben.
Diese kann erst dann beendet werden, wenn der Kontroll-PCR-Test „negativ“ ist.
Wenn der PCR-Test „positiv“ sein sollte, muss die Quarantäne mindestens vierzehn Tage dauern. Die Person muss aber mindestens zwei Tage (48 Stunden) beschwerdefrei sein. Das Gesundheitsamt kann allerdings anordnen, dass die Quarantäne erst beendet werden darf, wenn ein „negativer“ PCR-Test nach mindestens dem vierzehnten Tag vorliegt.

Es scheint klar zu sein, warum die Corona-Zahlen wieder ansteigen!

Die neuesten Fake-News-Mechanismen sind Fotos von innerhalb eines Krankenhauses oder einer Klinik, um damit zu zeigen, dass niemand dort liegt. So kann man sich selbst betrügen und auch andere und behaupten, es gäbe nur leere Stationen.

Diese Fotos zeigen in der Regel leere Gänge in Kliniken oder Stationen, in denen nur wenige Kranke liegen. Dazu wird aber nicht gesagt, wo sich die „Fotomachenden“ gerade befinden. Diese Fotos haben dadurch einen Wahrheitswert von null, denn wenn man weder weiß, wann, noch wo das Foto aufgenommen wurde, kann man nichts nachvollziehen. Die „Fotomachenden“ stellen es so dar, dass sie sich ja selbst schützen müssten, was ein Hauch von „Heldentum“ um diese Aktion spinnt.

Wie sieht es eigentlich mit der rechtlichen Seite aus?

Wenn man eine Klinik oder ein Krankenhaus betritt, muss man dort generell eine Maske tragen. Dies kann man auf Schildern sehen. Zudem kontrollieren Sicherheitsleute, dass nur Personen eintreten dürfen, die eine Maske tragen beziehungsweise eine aufsetzen, wenn sie hineinkommen.
In den Corona-Verordnungen der Länder wird dies auch so vorgeschrieben.

Wenn jemand ohne ersichtlichen Grund ein Krankenhaus betritt, greift zuerst das Hausrecht, zu dem unter anderem auch die Maskenpflicht gehört.
Wer sich unberechtigt dort aufhält, verletzt das Hausrecht und begeht Hausfriedensbruch.
„Hausfriedensbruch“ lässt aber einen Spielraum.
Es muss ein „gewisses Maß an Widerstand“ vorhanden sein. Dieser könnte zutreffen, wenn jemand aufgegriffen wird und sich trotz Aufforderung weigert, dass Haus zu verlassen. Dies greift ebenso, wenn jemand das Besuchsverbot gebrochen hat oder sich in einem Bereich befindet, den er nicht betreten darf, wie zum Beispiel Intensivstationen und ähnliches.

Das Krankenhaus kann eine Unterlassungserklärung von dieser Person verlangen und Hausverbot erteilen.
Diese Person kann zudem noch verklagt werden oder es kann über das Gericht eine Unterlassungsklage erwirkt werden.

Einer Maskenpflicht nicht nachzukommen, bedeutet auch, dass man die Person zu Verlassen des Hauses veranlassen muss. Es gibt auch keine Ausnahme, der Maskenpflicht nicht nachzukommen, wenn diese an den Eingängen des Klinikums oder Krankenhauses deklariert ist (Schilder, Hinweise von Mitarbeitern et cetera), was aber in der Regel so sein sollte.
Manche argumentieren, dass sie einen positiven Schnelltest nachweisen könnten oder dass sich niemand in ihrer (unmittelbaren) Nähe befunden habe im Krankenhaus.
Dies spielt genauso keine Rolle wie die „Kleinigkeiten“, für einen kurzen Augenblick die Maske abzusetzen, um etwas zu trinken oder zu essen.

Ein anderer Aspekt dreht sich um das Urheberrecht und um das Recht am eigenen Bild.
In Deutschland gibt es die Panoramafreiheit, die beschriebt, dass man im Grunde genommen jedes Gebäude von außen fotografieren und dieses Bild veröffentlichen darf. Es gibt Ausnahme wie militärische Gelände und vieles mehr.
Die Panoramafreiheit gilt aber nicht für innen, denn in einem Haus gilt das Hausrecht.
Ein besonderer Aspekt sind Bereiche, die für die Öffentlichkeit nicht bestimmt sind.
Das ist jetzt das Augenscheinliche, denn die Corona-Leugner machen hier besonders viele Fotos, zum Beispiel von Intensivstationen, die angeblich nicht belegt sind.

Dass man Fotos von Personen ohne Einwilligung nicht veröffentlichen darf, erklärt sich von selbst.
Man darf nicht Patienten, von denen manche sich in einem desolaten Zustand befinden, fotografieren und diese Bilder veröffentlichen.
Dies erlaubt das „Recht am eigenen Bild“ nicht. Außerdem gilt das „Fotoverbot“ wegen des Hausrechts.

Die sogenannten „Wahrheitsaufdecker“ der Corona-Leugner begeben sich in Bereiche, die rechtlich sehr bedenklich sind, und moralisch-ethisch ist es sowieso nicht nur bedenklich.

„Über Laschets Brücke musst Du geh’n, sieben Monate Lockdown übersteh’n …“
So könnte man die neue Idee des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten verstehen.
Wenn es nicht so traurig wäre!

Armin Laschet hat wie üblich wieder Fähnchen im Wind gespielt und präsentiert eine „geniale Idee“, wie man seiner Ansicht nach die Corona-Pandemie endlich besiegen kann.

Der Brücken-Lockdown!

Es hieß schon „harter Lockdown“ oder auch „Notbremse“, aber gemeint ist damit das Gleiche.
Durch Herunterfahren des öffentlichen Lebens soll die erneute Infektionswelle gebrochen werden.

Und nicht nur das!

Armin Laschet meint allen Ernstes, in dieser Zeit könnte man die Leute so schnell impfen, dass das Corona-Virus nach dem „Brücken-Lockdown“ die nicht-vorhandenen Flügel streckt.
Er lobt das Impfen der Bevölkerung und sagt, die Impfquote liege in Deutschland bei zwanzig Prozent und könne sehr schnell 30 oder 40 Prozent erreichen, wenn man den „Brücken-Lockdown“ dafür nutze.

Man nennt Armin Laschet nicht umsonst den „Tünnes aus Aachen“, wobei „Tünnes“ aus dem Rheinländischen kommt und für „einfältiger Mensch“ steht.

Bei der „immensen“ Geschwindigkeit der Impfungen in Deutschland mit dem Rekord von 12,68 Prozent seit Ende Dezember 2020 und immerwährenden Engpässen werden 40 ruckzuck erreicht werden können.

Zumindest in Utopia, aber nicht in Deutschland!

Wenn Deutschland seit knapp drei Monaten nicht mal 15 Prozent Impfquote erreicht hat, wird es erfahrungsgemäß einige Monate dauern, bis diese 20 Prozent erreicht sind.
Die 12,68 Prozent bezieht sich nebenbei bemerkt auf die Erstimpfungen. Bei denjenigen die ihre Zweitimpfung bekommen haben, liegt diese Zahl bei etwa sechs. Das bedeutet, dass gerade mal sechs Prozent vollimmunisiert sind.
Erstmal müssen noch circa sieben millionen Bürger die Zweitimpfung bekommen.

Dies ist dem „Tünnes aus Aachen“ wohl entgangen!

Man rufe sich auch in Erinnerung, dass Laschet immer wieder darauf hinweist, dass vollimmunisierte Menschen die Krankheit weiter verbreiten können.
Was er von sich gibt, ist nur unüberlegtes Gerede um über die Versäumnisse bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie hinwegzutäuschen.

Erst möchte er wieder Öffnungen wie die Aufhebung des Beherbergungsverbot und vieles mehr, jetzt appelliert er ohne Sinn und Verstand für Utopien, von denen er eigentlich wissen sollte, dass sie nicht funktionieren.

Opportunismus pur!


Seit Wochen werden vermehrt in Städten Corona-Test genommen, größtenteils Schnelltests.
Dies hat die Sinnhaftigkeit, dass man Infizierte aufspüren und von anderen mittels Quarantäne isolieren kann.

Ganz groß herausgekommen ist die Bundesverdienstkreuzträgerin Doktor Lisa Federle aus Tübingen. Tübingen ist nebenbei bemerkt auch eine sogenannte „Modellstadt“, was bedeutet, dass man dort auch Öffnungsszenarien durchspielen und ausprobieren kann.
Im Fokus steht allerdings, die Infektionen zu erkennen und eine Ansteckung zu verhindern.

In Böblingen gibt es das „Böblinger Modell“, für das Doktor Björn Schittenhelm verantwortlich ist.
Im Gegensatz zum „Tübinger Modell“ ist das „Böblinger Modell“ nicht so in den Medien (omni)präsent.
Gestern hat allerdings Bundesgesundheitsminister Spahn mittels Videokonferenz mit dem Verantwortlichen aus Böblingen gesprochen und dieses Modell sehr gelobt.

Tübingen ist als „Modellstadt“ deklariert, Böblingen übrigens nicht, obwohl Böblingen auch einen Antrag gestellt hat. Das Problem war aber, dass der Antrag nur dann legitim ist, wenn die Stadt eine Inzidenz von unter 50 über sieben Tage rückwirkend hat.
Böblingen hatte den Antrag allerdings an dem Tag gestellt, als die Inzidenz auf 53 gestiegen war. Damit wurde der Antrag leider abgelehnt.

Das Prekäre am „Tübinger Modell“ ist, dass die Inzidenz stiegt, die in Böblingen sinkt.

Nur weil ein Modell in den Medien präsenter ist, bedeutet das nicht, dass es besser ist.

Kanzleramtschef Braun hat Angst, dass es eine Corona-Virus-Variante geben könnte, die resistent gegen Impfen wäre. Er sagte im gleichen Atemzug, dass dies passieren könnte, wenn der sogenannte „Lockdown“ zu früh aufgehoben würde.

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen!

Der gelernte Arzt warnt vor einer Mutation, die gegen Impfungen resistent sein könnte.
Er spielt wohl auf Bakterien an, die gegen Antibiotika resistent sind, die sogenannten „Multi-Resistenten“ (abgekürzt : MRSA).
Das kann man nicht vergleichen.
Im Gegensatz zu Bakterien haben Viren keinen Stoffwechsel.
Man kann Viren kein Antibiotikum einflößen und damit „vergiften“.
Viren muss das Immunsystem bekämpfen.
Man kann dem Immunsystem aber beibringen, wie es auf bestimmte Viren reagieren muss.
Dies geschieht durch Impfungen.

Was Helge Braun gemeint haben könnte, ist, dass es eine Virus-Mutation geben könnte, gegen die der momentane Impfstoff nicht wirkt.
Das passiert zum Beispiel bei der Impfung gegen Grippe auch. Laufend gibt es neue Grippe-Mutationen, gegen die neue Impfstoffe entwickelt werden müssen. Deswegen sollte man sich jedes Jahr gegen Grippe impfen lassen.

Bei den neuen Impfungen mit sogenannten mRNA‑ oder bei Vektorimpfstoffen werden nur die „Baupläne“ des Virus ans Immunsystem übermittelt.
Die Stacheln – englisch: „spikes“ – docken an die Zellen an, damit der Virus seine Arbeit beginnen kann.
Man teilt dem Immunsystem mit, wie die Stacheln aussehen, damit das Immunsystem dagegen Antikörper entwickelt. 

Bei den oben genannten „modernen“ Impfmethoden müsste man die „Baupläne“ nur etwas ändern beziehungsweise an die neue Mutation anpassen und schon könnte man diese mit dem nachgebesserten Impfstoff bekämpfen. Möglicherweise hülfe auch eine „Nachimpfung“.

„Multi-resistente Viren“ kann es nicht geben, auch wenn Helge Braun dies zu glauben scheint. 

Was er aber ebenfalls konkretisieren sollte, ist die Erklärung seinerseits, dass durch die Aufhebung des „Lockdowns“ solche Viren entstehen können.
Wenn die Maskenpflicht wegfiele, gäbe es mehr Infizierte, aber keine neuen Mutationen.

Auch hier übertreibt er oder will Panik verbreiten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich gestern unzufrieden damit, dass manche Bundesländer sich nicht an die in der Ministerpräsidentenkonferenz besprochenen Maßnahmen wie zum Beispiel die sogenannte „Notbremse“ halten.

Die „Notbremse“ bedeutet, dass ab einer Inzidenz von 100 Maßnahmen zu treffen sind, um die weitere Verbreitung der Corona-Pandemie zu verhindern. Diese geht einher mit massiven Schließungen wie Geschäfte oder auch zum Teil von sogenannten „körpernahen Dienstleistungen“ wie Nagelstudios und Tattoostudios.

Angela Merkel sagte aber auch, dass sie überlege, dass man ins Infektionsschutzgesetz Maßnahmen bei Überschreiten bestimmter Inzidenzen hineinschreiben könnte. Dann wären die Länder daran gebunden, die Maßnahmen durchzusetzen.

Im Prinzip funktioniert dies schon, denn im Grundgesetz wird die „konkurrierende Gesetzgebung“ genannt.
Die „konkurrierende Gesetzgebung“ bedeutet, dass sowohl der Bund als auch die Länder auf dem selben Rechtsgebiet die Kompetenz des Einlassens von Gesetzen haben.
Es ist dann zu klären, wer genau diese wahrnehmen darf.

In Artikel 72 des Grundgesetzes wird dies geregelt.
Wo der Bund von seinem Recht Gebrauch macht, können die Länder grundsätzlich keine Gesetze mehr erlassen. Schon bestehendes Landesrecht tritt außer Kraft.

Nun hat aber der Bund zwar das Infektionsschutzgesetz erlassen, die Ausgestaltung aber den Ländern überlassen.
So entstanden zum Beispiel die Corona-Verordnungen der Länder, auf die man sich über die Länderparlamente – in diesem Kontext die Ministerpräsidentenkonferenz – berät, diese gemeinsam ausgestaltet und diese erlässt. 

Die Bereiche der „konkurrierenden Gesetzgebung“ sind in Artikel 74 Absatz 1  und Artikel 105 Absatz 2 des Grundgesetzes aufgeführt.
In Artikel 74, Absatz 1, Punkt 19 ist zu lesen, dass „Maßnahmen gegen gemeingefährliche oder übertragbare Krankheiten bei Menschen und Tieren, Zulassung zu ärztlichen und anderen Heilberufen und zum Heilgewerbe, sowie das Recht des Apothekenwesens, der Arzneien, der Medizinprodukte, der Heilmittel, der Betäubungsmittel und der Gifte“ dazu gehören.

Das bedeutet, dass die Gesetzgebung für den Infektionsschutz in der Hand des Bundes liegt.
Der Bund hat aber hineingepackt, dass die Länder für die Ausgestaltung zuständig sind. Somit hat der Bund die Kompetenz für die Corona-Verordnungen an die Bundesländer abgegeben.

Der Bund könnte ins Infektionsschutzgesetz explizit hineinschreiben, dass Geschäfte schließen müssen, wenn eine Inzidenz über 100 erreicht ist.
Dies wäre dann für alle Länder zwingend notwendig, auch wenn in manchen Corona-Verordnungen etwas anderes stünde.

Um das Infektionsschutzgesetz zu ändern, wäre aber eine Mehrheit im Bundesrat notwendig, da dies eine Rechtsverordnung ist. Dies regelt Artikel 80 des Grundgesetzes.

Die Frage ist, ob die Länderkammer mitspielen würde!

Realitätsverweigerer – wie Corona-Leugner, sogenannte „Querdenker“, Verschwörungstheoretiker und wie sich alle heißen oder sich nennen mögen – haben interessante Lügengebilde, um sich in Szene zusetzen.
Vor kurzem „lernte“ ich etwas Neues kennen.

Eine Verhältnisrechnung, die nicht konstant war!

Obwohl die These „Je mehr getestet wird, desto mehr sind auch infiziert“ schon zigmal falsifiziert wurde, kursiert diese bei den Realitätsverweigerern als quasi „ehernes Gesetz“ weiter, ungeachtet dessen, dass man anhand von Statistiken sehr schnell erkennen kann, dass diese Behauptung nicht stimmt.

In einer Diskussion hielt ich die Statistiken des Robert-Koch-Instituts gegen diese irrende Behauptung.
Ausnahmsweise kam nicht als Gegenantwort, dass diese gelogen seien oder dass man nur Statistiken glaube, die man selber gefälscht hätte, sondern jemand versuchte es auf einen eher mathematischen Weg.
Er sagte, man dürfe nicht das Verhältnis von Positiv-Getesteten zu der Gesamtzahl der Getesteten nehmen, sondern nur die „Positiven“ in Korrelation zu „Negativen“.

Ich ließ mich anstandshalber darauf ein, obwohl ich schon längst in Hinterstübchen meines Kopfes eine Gegenrechnung angestellt hatte und schon zu Ergebnissen gekommen war.

Wir nehmen folgendes an:
Bei einer million Getesteten sind 10 000 „Positive“.
Das ergibt einen Prozentsatz von einem Prozent.
Wenn der Prozentsatz gleich bliebe, wären es bei zweimillionen 20 000 „Positive“, bei dreimillionen 30 000 „Positive“ und so weiter. Bei 100 000 Getesteten wären es 1000 „Positive“.

Mein Gegenüber meinte, diese Rechnung sei falsch, weil man die „Positiven“ ins Verhältnis zu den „Negativen“ setzen müsse.

Nehmen wir wieder unsere bekannten Zahlen!
Bei einer million Getesteten sind es 10 000 „Positive“ und 990 000 „Negative“.
Nun rechnen wir wieder über die gleiche Formel.

Nach der „neuen Berechnung“  wären es 1,01010101… Prozent „Positive“.
Nach dieser Rechnung wären auf eine million „Negative“ also 10 101 „Positive“. Insgesamt wäre aber 1 010 101 getestet worden, wenn man es an realen Zahlen festmacht, indem man die vorherige Berechnung anwenden würde. Aber dies nur nebenbei bemerkt.

Dies warf ich ein, stieß aber auf Unverständnis.
Nach der „neuen Berechnung“ sollten eigentlich weniger „Positive“ herausfallen, der Prozentsatz ist seltsamerweise höher.
Also müsse meine Berechnung falsch sein, sagte man mir. 
Ich hakte nach und bekam verwirrende Kommentare zurück. Ich müsse „tagesaktuell“ die Zahlen auswerten, hieß es.
Was habe ich denn wohl gemacht?

Zuallererst habe ich die „Positiven“ durch die insgesamt abgenommenen Tests geteilt.
Das sollte ja falsch sein, weil man die „Positiven“ durch die „Negativen“ teilen müsste.

Dies war ja auch angeblich falsch berechnet, obwohl es mir ein paar Minuten vorher noch als „richtig“ gegolten hatte. Was „tagesaktuell“ nun bedeutet, muss man nicht verstehen.
Wenn man zum Beispiel diese „tagesaktuellen“ Zahlen von 100 000 Getesteten nimmt, wobei 100 „Positive“ herauskommen wären, hat man nun zwei Berechnungen, wie oben gesehen.
Entweder ist der Prozentsatz 1, wenn man die insgesamt-getesteten als Grundlage nimmt, oder er ist 1,010101…, wenn man die „Negativen“ als Grundlage nimmt und damit rechnet.

Es kann nur eine Schlussfolgerung geben.

Die Realitätsverweigerer versuchen mit „toll“ klingenden Phrasen zu tun, was sie eigentlich immer tun, nämlich die Realität nicht anerkennen.

Die Bund-Länder-Kommission will sich schon früher als anberaumt treffen und über einen möglichen erneuten sogenannten „Lockdown“ sprechen. Dieser sei, so hört man ja, notwendig, um die „Dritte Corona-Welle“ zu brechen.

Mich stört dabei…

Wir gehören zu denen, die jede Maßnahme zur Eindämmung der Corona-Pandemie mitgemacht haben.
Obwohl wir auch „patientennah“ arbeiten, wie es so schön heißt, haben wir uns mit der Seuche nicht angesteckt.
Im Februar und März wurden wir mit BioNTechs Impfstoff „Comirnaty“ geimpft und sind vollimmunisiert, auch gegen die britische Variante, die hochinfektiös ist.

Wir fühlen uns nicht wie Privilegierte, weil wir geimpft sind.
Mich nervt – um es harmlos auszudrücken – das Palaver der Politiker, dass nicht auszuschließen sei, dass man trotzdem jemanden anstecken könnte. Dies hatte ja das Gesundheitsministerium in Baden-Württemberg mit Bezug auf das Robert-Koch-Institut so mir gegenüber kommuniziert.

Nun gibt es leider die hochinfektiöse brittische Corna-Virus-Variante „B 1.1.7“.
BioNTech hat gesagt, dass die mit Comirnaty Geimpften auch dagegen gefeit seien.
Das könnte man als Politiker anerkennen, man kann sich aber auch dem Schwarzmaler Karl Lauterbach anschließen und nur Endzeit-Szenarien auf die Leinwand bringen.
Das machen viele, weil es ja so bequem ist.

Ich habe noch nicht gehört, dass vonseiten der „Politik“ Lob in Richtung der Bevölkerung kam, dass man die Masken trägt, Abstand hält und die Hygieneregeln einhält.

Nein, lieber „sonnen“ sie sich in düsteren Bildern, die wieder eine „noch schlimmere“ Welle prognostizieren.

Als einziges Mittel gibt der sogenannte „Lockdown“.

Öffnungsversuche wie das „Böblinger Modell“ haben gezeigt, dass nicht nur viele Corona-Tests eine Lösung versprechen. Auch das sogenannte „erweiterte Click and Meet“ in Geschäften hat gezeigt, dass ad-hoc-Einkäufe ohne große Probleme funktionieren.

Man muss sich natürlich fragen, warum es im Landkreis Greiz (Thüringen) passieren kann, dass eine Inzidenz von über 500 erreicht werden kann; die Antwort kann aber nicht in pawlowscher Manier „Lockdown“ sein.

Es ist bekannt, dass die Bevölkerung lockdown‑ und corona-müde geworden ist.
In Anbetracht dessen muss man sich fragen, ob es immer noch angebracht ist, den „Lockdown“ weiterzuführen.
Das scheint aber keiner von den „Verantwortlichen“ zu tun.
Es ist so schön, sich nicht bewegen zu müssen, denn etwas Neues zu entwickeln und auf der Couch weiter herumzulungern, ist bequemer als aufzustehen und ein Konzept zu erarbeiten.

Jetzt kursiert eine Variante des Coronavirus, die den Namen „B 1.1.7“ alias „Britische Mutation“ trägt und eine um etwa 0,6 höhere Reproduktionsrate (der sogenannte R-Wert) hat als der „altbekannte“ Coronavirus.
Der R-Wert variiert momentan zwischen 0,8 und 1,3.
Ein R-Wert unter 1 bedeutet, dass die Infektionsrate heruntergeht, ein R-Wert über 1, dass sie steigt. Ein R-Wert von 1 bedeutet Stagnation.
Man geht davon aus, dass „B 1.1.7“ ungefähr die Hälfte aller Infizierten befallen hat.
Trotzdem kann man sagen, dass der R-Wert noch relativ gering ist.

Wir leben etwas mehr als ein Jahr mit der Corona-Seuche und immer noch gilt der „Lockdown“ als Allheilmittel dagegen.

So kann es (auf Dauer) nicht weitergehen.

Oliver hat sein Abitur mit 1.0 abgeschlossen.
Er lernt sehr viel, doch die Eins in Sport verwundert viele, denn in diesem Fach ist er die klischeehaftige „Gazelle oder wie heißt das Tier mit dem langen Rüssel?“

Er sagt von sich, dass er die Sportnote verdient habe, weil er von dem, was er könne und gegeben hat, an seine Grenzen gestoßen sei und somit sein Bestes gegeben habe.
Andere Schüler meinen, es käme davon, dass der Sportlehrer die anderen sehr guten Noten nicht schmälern wollte und ihm diese deswegen gegeben habe.
Das mag sein!

Oliver argumentiert also, dass er von dem, was er könne und was er erreicht habe, eine Eins verdient habe.
Lena, eine Schülerin, intervenierte beim Englisch-und-Französisch-Lehrer, sie hätte gerne eine Eins anstatt einer Vier, weil sie schließlich auch an ihre Grenzen gegangen sei und nicht mehr erreichen hätte können.
Das ließ der Lehrer allerdings nicht durchgehen.
Er meinte, dann hätte sie mehr tun müssen.
Oliver argumentiert bei Kritik genauso.

Wenn es so wäre, dann dürfte es im Prinzip nur noch gute und sehr gute Noten geben.

Anstatt Lena zu sagen, sie müsse mehr tun, hätte man sagen können, sie sei an ihren Grenzen der Sprachkompetenz und habe das aber meisterhaft bewältigt.
Wenn Max Physik nicht versteht und nur einfache Zusammenhänge begreift, liegt es eben nicht an „Faulheit“, sondern an der „Konstitution“.

Zudem sollte man, wenn man solche Betrachtungen schon macht, auch mit einbeziehen, dass man niemanden benachteiligt.

Übertrieben könnte man sagen, dass Oliver wegen seiner Leibesfülle nicht diskriminiert wurde, weil man seine sportliche Leistung anerkannt habe.
Dann würden aber Lena und Max benachteiligt.

Bei Oliver kann man davon ausgehen, dass er die Sins in Sport nur bekommen hat, damit nicht irgendwo etas anderes steht, als „Verschönerung“, mehr nicht.
Dass dies für andere Schüler „verstörend“ wirkt, hat niemand vom Lehrerkollegium bedacht.

Über die Dreistigkeit mancher Leute kann man nur den Kopf schütteln.
Gerade in Corona-Zeiten sollte man mit Verantwortung jedes Einzelnen rechnen.
Das sollte man!


In einem Krankenhaus wurde eine Frau mit corona-typischen Beschwerden eingeliefert.
Es stellte sich heraus, dass sie an Corona (Covid-19) erkrankt war, weswegen sie auf die entsprechende Station kam.
Ihr Mann ist wegen des Kontakts mit ihr in häuslicher Quarantäne.

Die eingelieferte Frau „glänzte“ im negativen Sinne durch ihre schlechte Laune und machte von jedem und allen Fotos mit ihrem Handy. Welche Sinnhaftigkeit dahinter steckt, weiß wohl nur sie selber.

In vielen Kliniken ist es bekanntermaßen Besuchsstopp beziehungsweise –verbot, um die Verbreitung des Corona-Virus zu verhindern.
Der Mann wollte seine Frau besuchen, was schon wegen des Besuchsverbots auf der Corona-Station nicht erlaubt ist.

Die Corona-Station liegt übrigens im ersten Obergeschoss.

Was passierte, nachdem der Mann einen riesigen verbalen Aufstand gemacht hatte und die Security ihn herausbegleitet hatte?

Er schwang sich am Balkon ins erste Obergeschoss und besuchte so seine Frau.
Da die Fenster und Türen momentan gegen Öffnen blockiert sind, fiel das Klopfen und das laute Sprechen den Krankenpflegern auf.

Was ihnen durch den Kopf ging, kann man sich vorstellen!

Dem Mann erwartet nun eine saftige Strafe wegen Hausfriedensbruch und Brechen der häuslichen Quarantäne.

Am 11.3.2020 rief die Weltgesundheitsorganisation die Pandemie aus.
Die Menschheit hat den Krieg gegen das Corona-Virus nach einem Jahr noch nicht gewonnen.


Es kursiert eine Mutation, die sogenannte Britsche Variante, kurz B 1.1.7.
Dies ist der Grund, warum die Zahl der Neuinfizierten wieder ansteigt.
B 1.1.7 ist nämlich wesentlich infektiöser als das „alte“ Corona-Virus.

Die Zahl der Verstorbenen ist glücklicherweise (prozentual) gesunken.

Man befürchtet angesichts der steigenden Zahlen eine Überlastung der Intensivbetten und die Folge könnte sein, dass bei intensivpflichtigen Kranken entschieden werden muss, wer auf die Intensivstation kommen kann und wer nicht.
Das ist die bittere Wahrheit.

Die Ministerpräsidentenkonferenz hat angesichts der „Dritten Corona-Welle“ entschieden, dass über Ostern, einschließlich Gründonnerstag der „harte Lockdown“ gelten soll, um die „Welle zu brechen“, gemeint ist damit die „Infektionswelle“.

Eins der Probleme ist, dass noch ungeklärt ist, wie Gründonnerstag als sogenannter „Ruhetag“ funitionieren soll.
Gilt er als Feiertag oder muss man Urlaub nehmen. Angeblich soll an dem Tag auch nicht gearbeitet werden, außer im medizinischen und pflegerischen Bereich.

Niemand weiß also, wie der „Ruhetag“ gehandhabt werden soll.
Verständlicherweise spricht sich der Arbeitgeberverband dagegen aus, ihn wie ein Feiertag anzusehen oder einen zusätzlichen Urlaubstag geben müssten. Dies hieße nämlich, dass sie Lohnausgleich bezahlen müssten.
Die Arbeitnehmer sind nicht davon erbaut, wenn sie Urlaub nehmen müssten oder den Tag nicht bezahlt bekämen.

Es steht alles in der Schwebe.

Bei mir mangelt es an Verständnis beim „Welle brechen“.
Über OStern, einem der höchsten christlichen Feiertage, herrscht also der „harte Lockdown“. Einzig und allein dürfen am KArsamstag Lebensmittelgeschäfte geöffnet haben. Zwar weiß noch niemand, wielange, aber man will ja irgendwie die „Welle brechen“.

Um es zum wiederholten Male zu betonen: Durch einen „harten Lockdown“ über Ostern wird es nach dem Willen der Minsterpräsidentenkonferenz ein Abflachen der Neuinfektionen geben. Sie gehen davon aus, dass die Menschen sich über Ostern nicht treffen.
Auch sollen die Kirchen keine Goittesdienste abhalten.
Das können sie zwar nicht bestimmen, aber sie palavern es heraus, als wäre es so.

Die „Stategie“ wird nicht aufgehen. Nur weil man theoretisch einen „harten Lockdown“ – mit Ausgangssperren ? – verhängt, wird es keine mindere Infektion geben.
Wir haben dies während des Sommers inklusive der Sommerfeieren gesehen und auch über Weihnachten, dass es nichts gebracht hat.

Ein großes Problem ist momentan die „Pandemie-Müdigkeit“ der Bevölkerung. Seit etwa einem Jahr herrscht Maskenpflicht, Abstände und die Hygieneregeln müssen eingehalten werden, doch die Pandemie ist immer noch nicht gebrochen.
Die zweite und die jetzige dritte Wellen sind die Wirkung davon.
Als die Zahlen der Neuinfizierten nach dem ersten „Lockdown“ in den Keller gingen, hatte jeder gehofft, die Talsohle wäre erreicht, doch leider war dem nicht so. Im Herbst ging wieder alles nach oben. Auswirkungen sind leider immer noch zu spüren.
Nun kursiert die Variante „B 1.1.7“, die hochinfektiös ist.
Laut Robert-Koch‑ und Paul-Ehrlich-Institut kann man davon ausgehen, dass der Reproduktionswert von „B 1.1.7“ um 0,4 bis 0,7 höher ist als bei dem „alten“ Corona-Virus. Bei einem R-Wert von momentan 0,9 wäre „B 1.17“ bei etwa 1,4. Während 0,9 bedeutet, dass die Zahl der Neuinfizierten zurückgeht, wird es beim 1,4 heikel.
Bei 0,9 stecken 100 Infizierte 90 an. Bei 1,4 stecken 100 Infizierte 140 an. Eine Verdoppelung würde nach fast zwei Zyklen geschehen. Die 140 Infizierten könnten demnach 196 Personen anstecken.
Dies ist der viel genannte „exponentiale Anstieg“, der umbedingt zu vermeiden ist.

Nun soll also ein „harter Lockdown“ für Abhilfe schaffen, der zudem nur fünf Tage dauern soll.

Wer immer auf die irrsinnige Idee kam, wird sich den Unmut der Bevölkerung an Land ziehen, weil mal wieder keine funktionbierenden Konzepte vorgelegt wurden, kann sich trotz frühlinhafter Tempoeraturen warm anziehen.

Mit solchen „Aktionen“ besiegt man keine Seuche.

Nachtrag 24.3.2021
Gerade wurde bekannt, dass Gründonnerstag doch ein „normaler Arbeitstag“ bleiben soll.

Wie beim Recht auf Widerstand berufen sich die Realitätsverweigerer – Corona-Leugner, sogenannte „Querdenker“ und Verschwörungstheoretiker – auf das Grundgesetz.


Auch wenn Artkel 8 des Grundgesetzes sagt, dass alle Deutschen das Recht hätten, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln, gibt es in Absatz 2 einen Zusatz.

(2) Für Versammlungen unter freiem Himmel kann dieses Recht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes beschränkt werden.

Artikel 8 Absatz 2 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland

In der Bundesrepublik gibt es das Versammlungsgesetz, in dem beschrieben wird, unter welchen Voraussetzungen eine Versammlung stattfinden darf und vieles mehr. Auch wird darin gesagt, was verboten ist.
Als Versammlung versteht man auch eine Demonstration beziehungsweise einen diesbezüglichen Aufzug.

Seit der Förderalismusreform im Jahre 2006 wurde die Kompetenz in die Hände der Bundesländer gelegt.
Bayern, Berlin, Niedersachen, Schleswig-Holstein, Sachsen und Sachsen-Anhalt haben eigene Versammlungsgesetze erlassen, die das Versammlungsgesetz des Bundes bestärken, behindern oder erweiten.
In Bundesländern, die noch keine eigene Ausgestaltung vorgenommen haben, gibt das Bundesversammlungsgesetz weiter.

Eingriffe in das oder die Versammlungsgesetze sind über Polizeigesetze nicht möglich.

In den Versammlungsgesetzen wird auch gesagt, wann Versammlungen (und Demonstrationen) aufgelöst werden können und dürfen.
Dies kann zum Beispiel erfolgen, wenn sie nicht angemeldet sind, von den Angaben bei der Anmeldung abweichen, gegen die Auflagen (der Behörde) verstoßen wird oder ein Verbot vorliegt.

Die Demonstrationen in Dresden vom 13.3.2021 und der Demonstrationszug am 20.3.2021 in Kassel waren verboten, doch haben sich die Realitätsverweigerer diese trotzdem durchgeführt, auch mit Gewalt gegen die Polizei.

Wenn die Polizei Versammlungen auflöst, wird geschrien, dass sie Artikl 8 GG mit Füßen treten würden.
Die aktuellen Demonstrationen wurden nicht genehmigt und es wurde zudem noch massiv gegen Auflagen – Maskenpflicht und Abstandsregeln – verstoßen.

Man kann den Realitätsverweigerern genau das vorwerfen, was sie bei den anderen immer machen: „Informiert Euch richtg!“.

Realitätsverweigerer beziehen sich bei ihrem Querelen gerne auf Artikel 20 des Grundgesetzes und verweisen dann auf Absatz 4. Sie deklarieren ihre Randale als Recht auf Widerstand in Bezug auf diese Passage.
Das stimmt nicht ganz, wie sie es gerne hätten.

Die Realitätsverweigerer wie die Corona-Leugner und Gegner der Maßnahmen gegen die Eindämmung der Corona-Pandemie legen sich gerne den obengenannten Absatz 4 zurecht.
Daran steht, dass jeder Widerstand gegen die Abschaffung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung leisten dürfe.

(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

Art. 20 Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland

In Absatz 4 steht: „…wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“

Dies bedeutet allerdings, dass zu allererst mit rechtstaatlichen Mittel versucht werden muss, etwas zu versuchen.

An Artikel 20 geht es allerdings darum , dass die bestehende freiheitlich-demokratische Grundordnung in Gänze oder Teilen aufgehoben werden soll.
Dies bedeutet zum Beispiel, wenn

  • die Gliederung der Bundesrepublik in Bundesländer
  • die Einbeziehung der Bundesländer in die Gesetzgebung
  • die unverfänglichen und unveräußerlichen Menschenrechte
  • die Legislative, Judikative und Exekutive
  • das Recht auf Wahlen und Abstimmungen

aufgehoben werden sollen,

Dies richtet sich insbesondere gegen staatliche Organe, aber auch gegen Einzelpersonen, die die freiheitliche Demokratie außer Kraft setzen wollen. Das kann auch ein Umsturz oder Putsch sein.

Es muss ein zusammenhängender Angriff auf die Verfassung sein.
Dabei sind einzelne Maßnahmen wie erlaubte verfassungsrechtliche Einschränkungen für die Etwaigität eines Notfalls ausgeschlossen. Eine Pandemie, wie die durch das Corona-Virus verursachte, kann implizieren, dass das Infektionsschutzgesetz Einschränkungen beinhalten kann. Diese müssen aber von den Länderparlamenten kontrollierbar sein.

Der Widerstand muss den konservierenden Charakter enthalten. Er muss also die bestehende Grundordnung (wie vor dem Widerstand) erhalten, schützen oder zurückbringen. Es soll darauf geachtet werden, dass die harmlosesten Mittel benutzt werden, was ausschließen, dass massive Gewalt ausgeübt wird. In erster Linie gilt die Friedfertigkeit.

Dies sind in Kürze die verfasssungsrechtlichen Hintergründe, wann Widerstand stattfinden darf.

Nun muss man sich fragen, in wie weit das Infektionsschutzgesetz dazu da ist, die Verfassung abzuschaffen.
Dieses beschreibt, wann eine Notlage vorhanden ist und wie dagegen vorgegangen wird. Darin werden Maßnahmen wie zum Beispiel die Maskenpflicht genannt. Auch wird explizit gesagt, dass die Länderparlamente die Maßnahmen ratifizieren müssen. Ansonsten wären diese nicht möglich. Deswegen gibt es Landes-Corona-Verordnungen.

Das, was die Realitätsverweigerer – „Querdenker“, Corona-Leugner, Weltverschwörungstheoretiker et cetera – als „erlaubten“ Widerstand ansehen, resultiert daraus, dass sie das Grundgesetz, insbesondere Art. 20, nicht verstanden haben.


Vor kurzem habe ich im Podcast „Als gäbe es keine Quarantäne“ berichtet, wie hirnlos manche Leute mit den Corona-Eindämmungsmaßnahmen umgehen. Auch wenn ich manchmal glaube, dass es nicht schlimmer geht, werde ich leider oft eines „Besseren“ belehrt.

Ein Frau war seit knapp einer Woche in häuslicher Quarantäne, weil ein nach dem Schnelltest nachgeschobener PCR-Test ebenfalls „positiv“ ausgefallen war.

Nun hatte sie Bauchschmerzen und rief in der Notfallambulanz eines Krankenhauses an.
Man sagte ihr, dass sie kommen könne und man sie abholen und sie über ein Nebentreppenhaus hochbringen würde.
Bis dahin funktionierte alles …

Das Problem war ein anderes.

Ihr Mann befand sich auch in Quarantäne. Er hatte sie mit dem Auto zum Krankenhaus gebracht.

In Krankenhäusern gibt es die Einlasskontrollen.
Diese Personen klären anhand eines Fragebogens ab, ob jemand Corona-Symptome hat oder Kontakt mit (potenziellen) Corona-Infizierten hatte.
Der Mann ging ins Krankenhaus und erzählte den Leuten von der Einlasskontrolle, dass er sofort zum Empfang müsse, da seine Frau eingeliefert worden wäre.
Die Mitarbeiterin am Empfang fragte telefonisch nach, ob seine Frau schon in der Notfall‑ beziehungsweise Fieberambulanz sei und sagte, dass der Mann schon darauf warte, zu ihr zu können.

Die Krankenschwester am anderen Ende der Leitung schaltete schnell und teilte der Anruferin mit, dass der Mann nichts im Krankenhaus zu suchen habe, da er ebenso wie seine Frau, die an Corona erkrankt sei, unter Quarantäne stehe.
Der Mann wurde nach Hause geschickt.

Es kommen verschiedene Faktoren zusammen.
Der Mann ist wie seine Frau in häuslicher Quarantäne. Als (direkter) Kontakt der Kategorie 1 muss er das auch.
Der Leute von der Einlasskontrolle haben ihre Arbeit nicht richtig gemacht, da sie dem Mann nicht den Fragebogen haben ausfüllen lassen.

Gut, dass die Krankenschwester von der Notaufnahme direkt geschaltet hat!

Durch solche kopflose Aktionen wie durch die des Mannes, wird leider Corona (Covid-19) verteilt.

Ügür Sahin und seine Özlem Türeci haben das Bundesverdienstkreuz überreicht bekommen wegen des Impfstoffes gegen Corona (Covid-19). Sie sind die Gründer von BioNTech.


In einem Bericht habe ich gelesen, dass diese Beiden einen Migrationshintergrund hätten und aus der Türkei stammten. Es wurde schwadroniert, dass solche Personen auch etwas in Deutschland schaffen könnten.

Ist die Information, dass beide aus der Türkei stammen wichtig?

Im Pressecodex, Ziffer 12 wird gesagt, dass aus etwaigen Diskriminierungsgründen auf die Nennung der Ethnie nicht verzichtet werden soll. In Ziffer 12.1 wird aber hervorgehoben, dass die Nennung aus Ermessenssache auch genannt werden kann. Dies kann der Fall sein, wenn es in einem Artikel um Clan-Kriminalität zum Beispiel mit Arabern oder anderen Ethnien geht.

Nun fragt man sich, welchen Sinn es ergibt, wenn man in einer Meldung, dass Sahin und Türeci die Auszeichnung erhalten, die Ethnie schreibt. Für das Verstehen des Textes ist dies nicht notwendig. Wenn es ein Portrait über die beiden sein sollte, kann man dies mit hineinbringen, für einen objektiven Text ist dies nicht notwendig.

Man kann jetzt spekulieren.

Will der Autor hervorheben, dass aus beiden etwas in Deutschland geworden ist, obwohl sie nicht aus Deutschland stammen?
Möchte er hervorheben, dass „Migranten“ etwas geschafft haben, wozu Deutsche nicht fähig sind?

In beiden Fällen sollte der Autor in sich gehen und sich fragen, warum er Unterschiede macht zwischen „Migranten“ und „Inländern“.

Am 13.3.2021 sollten bundesweit in den Landeshauptstädten Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen stattfinden. Das Sächsische Oberverwaltungsgericht hat drei Demonstrationen in Dresden verboten, da diese mit mehr als 3000 Teilnehmern stattfinden sollten.

Es verwies auf § 28a Abs. 1 Nr. 10, Abs. 2 Nr. 1 des Infektionsschutzgesetzes der Bundesrepublik Deutschland, § 15 Abs. 1 des Sächsischen Versammlungsgesetzes sowie die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung, nach der eine Versammlung mit dieser hohen Anzahl von Teilnehmern nicht zulässig sei.
Laut § 9 Abs. 4 des Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung gibt es keine diesbezügliche Ausnahme, weswegen ein Einspruch gegen die Entscheidung des Gerichts abgewiesen wurde.
Das Sächsische Oberverwaltungsgericht stellte zudem klar, dass der im Grundgesetz verbrieften Versammlungsfreiheit (Art. 8 GG) eine besondere Bedeutung zukäme, dass das Recht auf körperliche Unversehrtheit (Art. 2, Abs. 2 GG) (in diesem Kontext für Poliezi‑ und Vollzugbeamte, Teilnehmer und Passanten) aber höher wiege.

Trotzdem versammelten sich viele Personen in Dresden zu einer Kundgebung mit anschließendem Demonstrationszug.
Die Polizei ließ über Lautsprecher verlautbaren, dass diese nicht genehmigt sei und dass die Teilnehmer gehen möchten, da diese nun de facto und de jure beendet sei.
Die Teilnehmer gingen auch nach mehrmaliger Aufforderung nicht. Ebenso weigerten sich die meisten, Mundschutze zu tragen und hielten auch die Abstandsregeln nicht ein.
Etwas später wollten sie mit dem Demonstrationszug beginnen.
Die Polizei versperrte ihnen den Weg, indem die Beamten eine Kette bildeten. Dies hielt aber die Demonstranten nicht davon ab weiterzumarschieren.
Die Kette wurde kurze Zeit später durchbrochen und Polizisten wurden zu Boden gerissen oder gerungen.
Personen, die von der Polizei gestellt wurden wegen Verstoßes gegen die Corona-Verordnung, leisteten massiv Widerstand. Polizisten wurden beleidigt, bespuckt und körperlich malträtiert.
Insgesamt wurden 947 Anzeigen geschrieben.

Nachdem diese Bilder vom Samstag bekannt wurden und für großen Unmut in der Bevölkerung gesorgt hatten, meldete sich in den sozialen Medien eine Frau zu Wort, die von sich behauptete, sie gehöre weder zu den „Querdenkern“ noch zu den „Nazis“, sondern sei lediglich „als Mensch und als Mutter“ in Dresden unterwegs gewesen.

Ich stand so vor eine Reihe Polizisten, die uns einkesselte, sah jeden Polizisten direkt in die Augen. Einige wussten nicht wo sie hinschauen sollten, aber besonders berührt und bestätigt haben mich die, die mein Schild lasen und mir zunickten, danach ihren Kopf sanken.
In Gesprächen wurde klar, dass die Polizisten genauso betroffen sind, ihre persönliche Meinung nicht kundtun dürfen, nur ihrem Job nachgehen. Eines Tages werden auch diese Menschen sich entscheiden müssen. 
Wir wurden stundenlang eingekesselt, ohne die Möglichkeit Abstand zueinander zu halten.
Einzigste Option war, seine Personalien +Foto zu hinterlassen und gehen zu dürfen. Anzeigen werden nun sicher folgen. Dies taten wir nach ca. 5 Stunden. Ich hoffe, mein Bild mit diesem Schild geht nun durch viele Hände. 
Wir ertragen viel, sind erwachsen, aber bei den Kindern ist Schluss, dem sollte sich diese Gesellschaft, ob Mutter, Vater, Opa, Oma, oder Polizist endlich einig sein!

Diese „Mutter“, die mit einem Schild in den Händen, auf dem „Finger weg von unseren Kindern! Eltern stehen auf“ nur mal so durch Dresden spazieren gegangen sein wollte, ist also in einen Polizeikessel geraten.

In Dresden hat es definitiv keinen Polizeikessel gegeben.
Dieser ist auf keinem Video, weder von der Polizei, von Medienanstalten noch von Demonstrationsteilnehmern zu sehen.
Das einzige, was zu sehen ist, ist die Polizeikette und kleine Gruppen von Polizisten, die sich besonders hartnäckige, penetrante, uneinsichtige und radikale Personen herauspickten und diese auch festhalten oder einkreisen, da andere diese aus den Händen der Polizei befreien wollten.

Ebenso ist es völlig aus der Luft gegriffen, dass eine „Mutter“, die ein Schild mit sich trägt, zufälligerweise in einen (nicht dagewesenen) Polizeikessel gerät.
Warum soll sie denn in den (imaginären) Kessel geraten sein?
Auf dem Foto, das die „Mutter“ zeigt, trägt sie übrigens keine Maske und es ist nicht ersichtlich, wo sie sich überhaupt befindet.

Unter dem Slogan „Finger weg von unseren Kindern“ kann man „Eltern stehen auf“ lesen.
Diese Vereinigung, auf der eigenen Webseite als eingetragener Verein deklariert, setzt sich für Kinderrechte, freie Entfaltung der Kinder und dergleichen mehr ein. Laut eigener Angabe hat der Verein 16 Mitglieder und 55000 Unterstützer.
Auf der Unterseite „Über uns“ der Homepage dieses Vereins sind Hyperlinks – Verweise – zu anderen Webseiten der Partner-Organisationen aufgelistet.

„Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie“ ist laut eigener Darstellung eine Vereinigung von Mitarbeitern in medizinischen Berufen sowie Wissenschaftlern. Diese beschäftigen sich mit den Themen Gesundheit, Freiheit und Demokratie. Mitglieder diese Vereinigung sind unter anderen Prof. Homburg, Prof. Bhakdi, Dr. Wodarg, Dr. Schiffmann und einige mehr, die besonders dadurch bekannt wurden, dass sie die Statistiken über die Corona-Pandemie falsch interpretierten, und behaupteten, die Corona-Krise würde von den Medien nur aufgebauscht.
Sie sind auch bekannt für die Verbreitung von Falschinformationen oder Verdrehung von Tatsachen und Fakten.
Die Vereinigung sagt eindeutig, dass deren Hauptzweck sei,, gegen die Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie vorzugehen.

Die „Mask Force“ oder „Masken Task Force“ ist eine Vereinigung von Rechtsanwälten, die Schadensersatzklagen gegen die Maskenpflicht anstreben möchte. Sie verweisen wiederum auf „Eltern stehen auf“ und „Schulen stehen auf“.

Die Webseite von „Eltern stehen auf“ verweist auch auf die Facebookgruppe „Ich lasse mich nicht impfen“.

Andere Partner von „Eltern stehen auf“ sind esoterische Vereinigungen, die ein neues Menschenbild deklarieren, sich Utopien ausdenken, wie die Welt friedlicher und freier sein könnte, und sich ihre eigenen Religionen zusammenphantasieren. 

Die Vereinigungen „Eltern stehen auf“ und „Schulen stehen auf“ sind besonders auf dem Messengerdienst Telegram aktiv. Zu ihren Zielen gehören, dass Schulen die Maskenpflicht für Schüler kippen. Dabei geht besonders „Schulen stehen auf“ sehr penetrant vor und scheut nicht davor zurück, Schüler für sich zu instrumentalisieren. Sie ist auch dafür verantwortlich, dass Flugblätter mit Falschaussagen über die Corona-Pandemie oder die Maskenpflicht in die Schulen gelangen.
Zusammen mit dem anderen Verein wird Geld für Flugblätter beschafft und alles rundherum dazu organisiert.
Diese mit Lügen gespickten Pamphlete werden dann in Briefkästen gesteckt.  

Die Vereinigung „Es reicht uns!“, die zu den bundesweiten Kundgebungen am 13.3.2021 aufgerufen hat, ist bekannt dafür, dass sie viele Lügen, Unwahrheiten und Falschinformationen über die Corona-Pandemie verbreitet. 
Es kann übrigens passieren, dass man das Brandenburger Tor von Berlin nach Potsdam versetzt, aber das hätte man vor der Veröffentlichung von Aufklebern und Flugblätter merken können.
Die Benutzung der Begriffe „autoritäre Corona-Einschränkungen“, „IfSG-Ermächtigungen“ und „Zensur & Unterdrückung des offenen Dialogs“ spricht Bände, wie deren Weltansicht von der realen Welt abweicht.

Nun kann man sogar die Aussage der „Mutter“ richtig einordnen.
Die „Mutter“ soll die Radikalität und das aufgebrachte Verhalten der Demonstranten in Dresden in einen anderen Fokus rücken. Sie will durch ihre gespielte Naivität und ihr Tränendrückergehabe sowie das sich selbst in die Opferrolle-Begeben die Polizei denunzieren. Sie tut so, als wären die Polizisten die „Bösen“ und nicht die Demonstranten, deren Aufmarsch bekanntermaßen schon im Vorfeld verboten wurde.
Auch soll es so dargestellt werden, dass die Polizei eigentlich auf der Seite der Demonstranten steht, aber dies nicht darf. Es wird suggeriert, dass die Polizisten in einem Zwiespalt sind.
Dies reiht sich ein in die anderen Behauptungen, die genau wie alle anderen, Wunschdenken sind.

Es ist sowieso sehr zweifelhaft, als die „Mutter“ beschreibt, dass sie fünf Stunden im (imaginären) Kessel gewesen sei und nur deswegen herausgekommen sei, weil sie ihre Personalien und ihr Foto hinterlassen habe.
Falls es stimmen würde, warum hat sie sich (angeblich) fünf Stunden geweigert, ihre Personalien anzugeben? Und was für ein Foto will sie hinterlassen haben?
Es ist unglaubwürdig, dass sie ein Foto von sich dabei hatte oder dass vielleicht ein Polizist ein Foto von ihr gemacht haben könnte.

Es gibt kein einziges Video, das einen Polizeikessel zeigt, weder von der einen noch der anderen Seite, nicht von der Polizei, den Medienanstalten oder den Demonstranten.
Die beiläufig aufgestellte Behauptung, die Polizei hätte Pfefferspray gegen die Demonstranten eingesetzt, kann anhand von Videos, in deren Überschrift man dies lesen kann, nicht bewiesen werden. Videos zeigen keinen Einsatz von Pfefferspray oder anderen Reizmitteln.

Radikale und aufgebrachte Menschen benutzen immer die gleichen Verhaltensweisen, um von ihren eigenen Taten und Fehlverhalten abzulenken und sich im Nachhinein reinzuwaschen.
Man erinnere sich an „Stuttgart 21“!
Demonstranten belagerten stundenlang das Bahnhofsgelände, obwohl die Polizei schon längst die Demonstration als aufgelöst deklariert hatte, und bewarfen Polizisten laut eigenen Angaben mit Kastanien. Die Kastanien stellten sich als Steinchen heraus. Diese wurden gezielt auf die Visiere der Polizisten geworden, um sie permanent zu ärgern.
Auch kam heraus, dass die Demonstranten sich vorher abgesprochen hatten, was genau wann zu tun ist. 
Als die Polizei massiver gegen sie vorging und welche leider dabei auch verletzt wurden, sagte der Rädelsführer der Demonstranten: „Solche Bilder brauchen wir.“.
Die Demonstranten, die die Polizei immer und immer wieder malträtierten und beleidigten, riefen laufend: „Wir sind friedlich, was seid Ihr?“, um sich selbst als unschuldig und friedlich darzustellen.
Um sich reinzuwaschen, wurde sogar behauptet, die Polizei hätte die Videos falsch zusammengeschnitten und manche Szenen wären von der Polizei mit eigenen Schauspielern oder Kollegen extra gedreht worden, um die Demonstranten ins falsche Licht zu setzen.

In Dresden griffen Demonstranten Polizisten an und redeten dann von „Polizeigewalt“, wenn diese sich zur Wehr setzen. Die Strukturen sind die gleichen wie immer – und nicht nur (wie) bei „Stuttgart 21“.

Die „Sache“ in Dresden ist es relativ harmlos gewesen. 
Sie wurde nur vonseiten der Demonstranten, deren Veranstaltung nicht genehmigt war, in ein falsches Licht gesetzt, um davon abzulenken, dass sie etwas Unrechtes getan hatten.

Die „Mutter“, die angeblich in einen (nicht-vorhandenen) Polizeikessel geraten sein will, kann man als wissentliche Verbreiterin von Falschinformation (Fake-News) einordnen. Fraglich ist sowieso, dass eine „Mutter“, die gegen die Maskenpflicht ist, zufälligerweise in eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen (inklusive Abschaffung der Maskenpflicht) gerät und auch noch ein Schild bei sich trägt.
Leider zeigte sich aber, dass viele auf diese Lüge hereingefallen sind und die „Mutter“ bedauerten und sogar in Schutz nahmen vor Kritik.

Wenn man kritisch mit Berichten, egal von welcher Seite und von wem sie kommen, umgeht und diese hinterfragt sowie recherchiert, eröffnet sich einem sehr schnell die Wahrheit.

Suchtpotenziale von Smartphones sind immer wieder ein Thema. Es ist ein heikles Thema, wann eine Sucht beginnt und wann es einfach „normales Verhalten“ ist. Die Anhaltspunkte dabei sind schwimmend.


Wenn man einige Jahre zurückblickt, waren Smartphones noch nicht so verbreitet wie jetzt. Sie galten als Zeitvertreib oder man benutzte sie dafür, wofür sie gedacht waren, zum Telefonieren.

Die Frage, ob es Anzeichen für eine Sucht gibt, wenn man nebenher beim Fernsehen das Smartphone benutzt, kann nicht allgemein beantwortet werden. Es kommt dazu, wie unterhaltsam das Fernsehprogramm ist oder ob es wichtig ist, dass man gerade jetzt das Smartphone benötigt.
Viele lesen neben dem Fernsehen ein Buch oder lesen zum Beispiel die Zeitung, wenn sie Radio hören.

Kann man das aufs Smartphone übertragen?

Ja und nein!
Vielleicht ist das Fernsehprogramm so schlecht, dass man nebenher das Smartphone benutzt, weil es einem langweilig ist.
Man kann oft bequemer das Smartphone in die Hand nehmen, als ein Buch aus dem Regal zu holen.

Ist es ein Indiz, wenn das Smartphone auf dem Tisch vor dem Fernseher in greifbaren Nähe liegt?
Dazu muss man schon die genauen Umstände kennen. Vielleicht wartet jemand auf einen Anruf oder hatte keine Zeit und kommuniziert nun mit Freuden über Messenger.

Man kann auch nicht darüber urteilen, dass ein Suchtpotential in der Dauer der Benutzung liegt. Jeder ist irgendwie vernetzt, ob es beruflich wichtig ist, oder auch privat. Kontakt mit Familienangehörigen, die weit entfernt wohnen, kann ein Grund sein, dass man häufig kommuniziert. Auch die Größe des Kreises von Freunden und Bekannten ist kein Indiz.

Laut eines Psychologen verhält es sich so:
„Wenn man das Smartphone nicht mehr zum Genuss oder zur Zerstreuung einsetzt, sondern damit Gefühle wie Einsamkeit oder Frust regulieren will, wird es schwierig.“

Dies ist eine Umschreibung, die nicht wirklich einer Aussage zur Verifikation oder Falsifikation gerecht wird.

Ein Indiz einer Sucht ist, wenn jemand nicht direkt vom Smartphone wegkommt, weil er „nur noch ein Spiel“ spielen muss, und dies jedes Mal so macht, bevor er es an die Seite legt.

Wegen der relativ geringen Inzidenz dürfen im Landkreis Böblingen wieder Museen öffnen. Museen können einen negativen Schnelltest verlangen. Ich fragte beim zuständigen Ministerium nach, wie es sich bei Geimpften verhält. 

Wie man es bei einer Anfrage per E-Mail kennt, dauerte es zwei Wochen, bis eine Antwort kam. 

Meine Frage war dahingehend, dass es nicht notwendig sei, dass geimpfte Personen einen gültigen Schnell‑ oder PCR-Test beim Eintritt ins Museum vorlegen müssten. Ich wies explizit darauf hin, dass ich Vollimmunisierte meinte, die schon die zweite Impfdosis bekommen hätten. Dazu sagte ich noch, dass ich davon ausgehe, dass nach spätestens zwei Wochen der Vollschutz danach eingetreten sei.

Die zuständige Person beim Sozial‑ und integrationsministerium des Landes Baden-Württemberg, zu dessen Bereich auch das Gesundheitsressort gehört, wiedersprach.

Es bestehen keine Ausnahmen von den in der Verordnung aufgeführten Infektionsschutzmaßnahmen für Personen, die bereits gegen das Coronavirus geimpft wurden. Das schließt die Verpflichtung zur Vorlage eines tagesaktuellen negativen Schnelltests bei der Nutzung bestimmter Einrichtungen und Dienstleistungen mit ein. Der Grund hierfür ist der weiterhin aus wissenschaftlicher Sicht noch unklare Sachverhalt der unabsichtlichen Verbreitung des Coronavirus auch durch bereits geimpfte Personen.

Original-Antwort

Die Person, die mir dies schrieb, mag in der Corona-Verordnung firm zu sein, aber sie verkennt die Sinnhaftigkeit einer Impfung. 
Eine Impfung hat den Sinn, die Verbreitung der Infektion einzudämmen. Gleichzeitig verhindert diese, dass die Geimpften erkranken. 

Mit der Aussage des Ministeriums wird das Impfen ad absurdum geführt. 

Wenn nun „hochoffiziell“ behauptet wird, dass trotz einer Impfung kein Schutz bestehe, sich und andere zu infizieren, muss man sich fragen, warum es überhaupt eine Impfung gegen das Coronavirus gibt.

Mir kommt es so vor, als wenn mit Scheuklappen gearbeitet wird.

Auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts kann man übrigens eine Passage, auf der sich die Person vom Ministerium beziehen könnte, lesen.

Über welchen Zeitraum eine geimpfte Person vor einer COVID-19 Erkrankung geschützt ist, d.h. wie lange der Impfschutz besteht, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Zudem ist noch nicht geklärt, in welchem Maße die Transmission (Erregerübertragung) durch geimpfte Personen verringert oder verhindert wird. Trotzdem bietet die Impfung einen guten individuellen Schutz vor der Erkrankung.

Quelle: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/gesamt.html

Auch wenn dies vom Robert-Koch-Institut so dargestellt wird, widerspricht dies dem Sinn einer Impfung.
Es widerspricht zudem jeglicher Aufklärung, warum man sich impfen lassen sollte.
Dies spielt den Impfgegnern in die Hände, denn diese können behaupten, dass Impfen nicht notwendig sei, denn sogar das Robert-Koch-Institut behaupte, dass man trotz der Impfung den Erreger weiterverbreite.
Für die Weltverschwörer ist dies ebenfalls ein gefundenes Fressen. Sie können sich auf ein renommiertes Institut beziehen und zitieren, dass Impfen nichts bringe.

Bei „QAnon“ handelt es sich um eine Verschwörungstheorie, die besonders dadurch „glänzt“, dass vieles kryptisch deklariert ist. Es wird von einem „Tiefen Staat“ gesprochen, der alles beherrscht, mehr weiß man allerdings kaum.

Die betriebene Agitation und Propaganda ist besonders perfide gestrickt, da sie auf das Selbstwertgefühl der Anhänger und Verbreiter ausgelegt ist.

„QAnon“ hat im Prinzip nur sehr vage Aussagen.
Der sogenannte „Tiefe Staat“ lenkt die Politiker wie Marionetten.
Die Regierungen – insbesondere die amerikanische – werden von den Puppenspielern – sogenannte „Eliten“ – manipuliert beziehungsweise geführt und haben keine eigene Macht.
Wer der „Tiefe Staat“ ist, wird nicht gesagt, aber es wird als gegeben dargestellt, dass dem so ist. Welche Absichten dieser genau hat, weiß man nicht, allerdings will er eine „Neue Welt-Ordnung“, von der man auch nicht weiß, wie sie aussehen wird.
Die Eliten des „Tiefen Staats“ entführen Kinder und gewinnen aus deren Blut ein Verjüngungsmittel. Dadurch leben sie länger und können alles von langer Hand vorbereiten.
Dies ist die Kernaussagen von „QAnon“.

Die Bauernfängerei von „QAnon“ ist deswegen so perfide, weil sie direkt keine Antworten gibt, sondern Fragen an die Anhänger und Sympathisanten formuliert.

„Versuche zu verstehen, wie der ‚Tiefe Staat‘ funktioniert und recherchiere dafür im Internet über Suchmaschinen und schaue, was Du findest!“ ist beispielsweise eine „Fragestellung“.

Ein Interessierter bekommt logischerweise Ergebnisse angezeigt, die von „QAnon“-Anhängern veröffentlicht wurden.
Der Unbedarfte, der auf der Suche ist, liest diese und folgt auch weiteren Informationen, auf die in den Texten verwiesen wird.
Dass die Texte, die aufeinander verweisen, von genau solchen Leuten veröffentlicht werden wie der „Suchende“, ist eindeutig, für diesen allerdings nicht klar und nicht unbedingt ersichtlich. Dieser meint nämlich, er habe die Antworten selbst recherchiert und diese so gefunden. Er freut sich natürlich über seine Eigeninitiative.

Dahinter steckt ein (psychologisches) System, was auch unter dem Namen „IKEA-Effekt“ bekannt ist.
Die Produkte wie Regale, Schränke und vieles mehr des Möbel‑ und Einrichtungsriesen IKEA baut der Kunde selbst zusammen, indem er nach einer Anleitung arbeitet. Irgendwann steht das Möbelstück dann fertig vor ihm. Er ist stolz auf das, was er gemacht hat.
Ein weitere „Vorteil“ ist dabei, dass er von kleinen Fehlern absieht, weil er seinen Stolz und seine Leistung nicht herabsetzen will.

So ist es auch mit der „Recherche“.
Man hat ihm eine Frage gestellt und ihm einen Auftrag gegeben.
Er erhält die Antwort durch seine eigene Recherche.
Die gleiche Wirkung also.

Das ist gleichzeitig das „Faszinierende“ an „QAnon“.
Jeder meint, er könnte sich selbst informieren und dies wäre „unabhängig“, denn was viele schreiben und was man im Internet selbstständig findet, kann ja nicht verkehrt sein. Zudem wird durch die „Fragestellung“ keine direkte Verbreitung der Verschwörung erzählt, sondern nur so getan, als wäre alles schon vorhanden, was man wissen muss. Man muss nur danach greifen.
So wird auch das Gefühl vermittelt, dass es keine Manipulation gibt.
Man glaubt ja, dass man unbedarft nach der Antwort gesucht habe.

Wegen der Corona-Krise und den damit verbundenen Maßnahmen zur Eindämmung ist auch der Sportbereich sehr eingeschränkt. Was allerdings stattfinden darf, ist die Bundesliga. Diese Mannschaften müssen kaum in Quarantäne.

Bei möglichen Übertragungen von Corona (Covid-19) gibt es „Kontakte der Kategorie 1“.
Dies sind Personen, die ungeschützt – ohne Maske – mindestens fünfzehn Minuten Kontakt unter eineinhalb Meter hatten. 

Laut des Mannschaftsarztes des FC Bayern München gebe es dort ein Hygienekonzept, das vorschreibe, dass die Fußballer ohne Maske keinen solchen Kontakt haben dürften. Zudem gelte, dass die Duschen so weit voneinander getrennt sein müssten – im Idealfall über mehrere Räume verteilt – dass der Mindestabstand auf jeden Fall eingehalten werden könne. Das Gleiche sei für die Umkleiden auch gültig.

Man konstruiere nun ein Szenario!

Die Mannschaft wird vor jedem Spiel getestet. Die Tests haben einen negativen Befund, was bedeutet, dass niemand mit Corona infiziert ist.
Beim anschließendem Spiel wird ohne Maske gespielt.
Es gibt enge Kontakte beim Spiel.

Theoretisch hätte nichts passieren können.
Wenn sich aber ein Spieler mit Corona etwa einen Tag vorher infiziert hat, kann es sein, dass seine Virenlast, die er im Körper trägt, noch nicht so hoch ist, dass ein Test darauf anspringt. Er kann aber schon infektiös sein.
Beim Spielen kann er andere infizieren.

Wegen des engen Kontakts zwischen den Fußballern beim Spiel kann eine unbeabsichtigte, unwissende Übertragung passieren.
Die Mannschaften müssten in Quarantäne.

Dies wurde wohl nicht durchdacht beim Hygienekonzept.

Theoretisch müsste zumindest, wenn ein Fußballer geduscht hat, diese Räumlichkeit gelüftet werden.
Ob es in Stadien so viele voneinander getrennte Duschen und Umkleiden gibt, wie im Hygienekonzept des FC Bayern beschrieben, sei dahingestellt.

Dass auch Auslandsspiele stattfinden dürfen, ist laut der Corona-Verordnung erlaubt. Denn „Profi-Fußballer“ ist ein Beruf und schließlich sind berufliche Reisen erlaubt.

Wie verhält es sich denn mit der Quarantäne, nachdem man aus einem Risikogebiet zurückkehrt?

Diese vorbeugende Quarantäne gilt zumindest beim FC Bayern nicht, denn in der Landes-Corona-Verordnung von Bayern ist diese für „Profi-Fußball“ ausgeklammert.
Schlupflöcher gibt es leider immer.

Geld reagiert immer noch die Welt und manche Politiker.

Am 11.1.2021 wurde bekannt, dass sich Mitarbeiter bei einem nahe gelegenen Klinikum Impfungen erschlichen hatten.
Nachdem baden-württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha involviert wurde, hielten sich die Impfdrängler zurück, aber nicht lange.

Nun wurde wieder ein Fall bekannt von einer Person, die sich als Erste einen Impftermin erschlichen hatte.
Die Verwaltungsangestellte war vor einigen Jahren in der Notaufnahme gewesen und hatte behauptet, sie hätte deswegen ein Anrecht zur Prioriisierungsgruppe 1 laut Liste der ständigen Impfkommission zu gehören.
Dies war eindeutig eine Lüge, mit der sie sich eine Impfung erschlichen hatte.

In diesem Klinikum scheint es ja gang und gäbe zu sein, dass man sich Impftermine erschleicht, doch immer wieder kommt vieles ans Tageslicht.
Ein Arzt, der sich selbst einen Termin erschlichen hatte, wollte einen jungen Famulanten impfen lassen, da er ihn persönlich kannte.
Dies wurde vereitelt, weil sein Vorhaben publik wurde.

Nun hat die Verwaltungsangestellte einige Wochen die Füße stillgehalten und pro forma für andere Mitarbeiter der Notfall‑ und Fieberambulanz Termine besorgt, um sie ruhig zu halten, doch ihre egoistische Art brach wieder durch.
Ihrer Tochter, die Anfang zwanzig ist, wurde auch geimpft, obwohl diese jenseits von der Priorisierungsgruppe 3 gestanden hatte.
Die Aussage der Verwaltungsangestellten war, dass ihre über achtzig Jahre alten Eltern die Impfung bekommen hätten und angeblich ihre Tochter dabei war und „selbstverständlich“ mitgeimpft wurde.

Diese Impfung war noch weit vor der Öffnung der Liste der Ständigen Impfungkommission bezüglich des Vakzins von AstraZenecas.

Wie viele Impfungen wohl noch „organisiert“ werden!

Ab nächster Woche kann der Einzelhandel wieder unter Auflagen seine Pforten öffnen. Mittels eines Stufenplans wird es auch wieder Öffnungen in der Gastronomie und vielem mehr geben.
Aber wie man es kennt, schimpfen viele wieder.

Erst konnte es nicht schnell genug gehen für die Einzelhändler, nun ist es wieder nicht richtig.

Der kleine Schritt des englischen Mischmasch-Wortes „Click and Meet“ genügt dem Einzelhandel erstmal nicht als ersten Schritt, wie verlautbart wurde.

Wenn die Inzidenz stabil bleibt, kann es aber wieder Öffnungen im großen Umfang geben.
Dann können Einkaufszentren wieder öffnen und irgendwann alle Geschäfte auch wieder.

Der nächste Schritt sieht dann vor, dass erstmal die Außengastronomie dran, da bekannt ist, dass dort die Ansteckung durch Aerosole geringer ist als in Restaurants selbst.

In langsamen Schritten mit Auge auf die Inzidenz wird dann peu a peu geöffnet.

In Böblingen hat der Inhaber der Schönbuch-Brauerei mit angeschlossener Gastronomie geklagt auf höchstem Niveau.
Er meinte, die Öffnungen kämen zu schnell, da man als Brauer die Produktion nicht mal eben so beschleunigen könnte und auch wenn plötzlich bei steigender Inzidenz wieder geschlossen werden müsse, könnte man nicht einfach wieder alles auf null herunterfahren.

Was nicht nur hier ein Paradebeispiel ist, ist leider das Hickhack der Gewerbetreibenden bei uns in Deutschland.

Vor knapp einem Jahr hat die Weltgesundheitsorganisation die Pandemie ausgerufen.

So wie es scheint, hat aber niemand von den Gewerbetreibenden in diesem Jahr des Lockdowns und damit einhergehenden Verzichts nachgedacht.
Viele Betreiber von Bekleidungsgeschäften klagen darüber, dass sie „verderbliche Waren“ hätten. Sie argumentieren, dass sie die Winterkollektion, die sie nicht losgeworden sind, wegwerfen könnten, da es im nächsten Jahr eine neue Winterkollektion gäbe.

2020 war ein Ausnahmejahr, indem es vorrangig darum ging, Menschen vor einer potenziell tödlichen Krankheit zu schützen.

Man könnte im Winter 2021⁄2022 die aktuelle Winterkollektion verkaufen.

Die Zeit der Pandemie hat niemand genutzt, um über die Lage wie Modediktatur, Konsumzwang und vieles mehr nachzudenken.

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