Der Unmut in der Bevölkerung wächst. Viele vertrauen nicht mehr dem, was sie lesen. Aber auch die Unzufriedenheit mit allem ist größer geworden.

„Was die öffentlich-rechtlichen Sender sagen, kann man nicht mehr glauben. Sie schreiben ja nur, was die Politiker denen sagen“.
So etwas oder so etwas Ähnliches hat wohl jeder schon gehört.

Dahinter steht in den meisten Fällen die eigene Unzufriedenheit mit sich selbst oder das Nicht-Begreifen der Komplexität unserer Demokratie.
Diese beiden Bewandtnisse überschneiden sich stellenweise sehr stark.
Zugegebenermaßen ist das politische System nicht so einfach. Komplexe Dinge wie länder‑ oder bundesweiter Kompetenzen spielen herein, genauso wie regionale Zuständigkeiten bei Entscheidungen.
Dazu kommt noch, dass nicht gerade wenige Politiker neben den Willen des Volkes her regieren oder einfach zu abgehoben sind, das Volk wahrzunehmen oder einzuspannen.
Alles spielt hinein.

In Zeiten der Corona-Krise wird es noch schlimmer!

Das Thema ist sehr komplex.

Nicht jeder versteht, warum etwas sehr Kleines so schlimm sein sollte und vieles mehr.
Dazu kommen Dinge wie das Ausbreitungsparadoxon, dassgere uns Deutsche vor dem Schlimmsten beschätzt hat.

Das Ausbreitungsparadoxon:

Man prognostiziert, dass in Deutschland Hunderttausende sterben und zig Millionen infiziert werden könnten.
Durch Maßnahmen wie Abstand, Hygiene und Mund-Nase-Schutze wirkt man der schlimmen Befürchtung entgegen.

Nun ist durch diese Maßnahmen die schlimme Prognose nicht eingetreten.
Dies nennt man das Ausbreitungsparadoxon, weil ohne die schlimme Prognose nichts dagegen gemacht worden wäre, dass sie nicht im Nachhinein eingetreten ist.

Viele sagen davon ausgehend, dass alles überzogen gewesen wäre.
Sie argumentieren, dass es ja nicht nötig gewesen wäre, zum Beispiel Mund-Nase-Schutze zu tragen Sie vergessen aber, dass nur die schlimme Situation abgewendet wurde durch eben dieses Tragen.

Diese Zusammenhänge zu begreifen, ist so einfach.

Dazu kommt noch der eigene Unmut.

Nun kommen Populisten und bieten schneller Lösungen an, wie zum Beispiel, dass man die Mund-Nase-Schutze gar nicht tragen bräuchte et cetera.

Darauf fallen leider viele herein.


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