Bezogen auf die Corona-Pandemie kursiert ein Begriff, der insbesondere bei der Infektion und Infektiösität genannt wird.
Was ist genau mit „Super-Spreading“ oder „Super-Spreader“ gemeint?

„Super-Spreading“ bedeutet auf Deutsch „Massiv-Verteilung“.

Damit sind Szenarien gemeint, bei denen eine mit Corona (Covid-19) infizierte Person übermäßig viele andere anstecken kann.
Der sogenannte „Reproduktionsfaktor“ kann bei solchen Szenarien außer Acht gelassen werden, denn er hat keine diesbezügliche Bedeutung. Er würde um das Vielfasche ansteigen.

Der Reproduktionsfaktor beschreibt, wie viele andere Personen ein Infizierter statistisch gesehen ansteckt.

Der Fokus liegt auf Ansammlungen, Treffen und Veranstaltungen.

In der Discothek wird bedingt durch die Musik lauter gesprochen.
Wenn sich Personen unterhalten, müssen diese lauter sprechen.
Lauter Sprechen impliziert, dass mehr Druck entsteht. Die Luft, die dadurch ausgestoßen wird, hat mehr Volumen, also können auch mehr Viren verteilt werden, als beim leisen Sprechen. Die Reichweite der ausgestoßenen Luft ist auch weiter. Dazu kommt noch, dass beim Lautsprechen mehr Tröpfen entstehen.

Wenn jemand tanzt, atmet er schneller und tiefer ein und aus.
Dann passiert das gleiche, wie beim Lautsprechen.

Bei Discos sind die Personen dichtgedrängt, was auch noch mit hineinspielt.

Der Reproduktionsfaktor kann dadurch auf das Zehn‑ bis Zwanzigfache ansteigen.

Um Gegensatz zu Personen, die nebeneinander herlaufen, ist das Infektionsrisiko bei Ansammlungen von Menschen, zum Beispiel in Discotheken, massiv höher.

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