Ügür Sahin und seine Özlem Türeci haben das Bundesverdienstkreuz überreicht bekommen wegen des Impfstoffes gegen Corona (Covid-19). Sie sind die Gründer von BioNTech.


In einem Bericht habe ich gelesen, dass diese Beiden einen Migrationshintergrund hätten und aus der Türkei stammten. Es wurde schwadroniert, dass solche Personen auch etwas in Deutschland schaffen könnten.

Ist die Information, dass beide aus der Türkei stammen wichtig?

Im Pressecodex, Ziffer 12 wird gesagt, dass aus etwaigen Diskriminierungsgründen auf die Nennung der Ethnie nicht verzichtet werden soll. In Ziffer 12.1 wird aber hervorgehoben, dass die Nennung aus Ermessenssache auch genannt werden kann. Dies kann der Fall sein, wenn es in einem Artikel um Clan-Kriminalität zum Beispiel mit Arabern oder anderen Ethnien geht.

Nun fragt man sich, welchen Sinn es ergibt, wenn man in einer Meldung, dass Sahin und Türeci die Auszeichnung erhalten, die Ethnie schreibt. Für das Verstehen des Textes ist dies nicht notwendig. Wenn es ein Portrait über die beiden sein sollte, kann man dies mit hineinbringen, für einen objektiven Text ist dies nicht notwendig.

Man kann jetzt spekulieren.

Will der Autor hervorheben, dass aus beiden etwas in Deutschland geworden ist, obwohl sie nicht aus Deutschland stammen?
Möchte er hervorheben, dass „Migranten“ etwas geschafft haben, wozu Deutsche nicht fähig sind?

In beiden Fällen sollte der Autor in sich gehen und sich fragen, warum er Unterschiede macht zwischen „Migranten“ und „Inländern“.

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