Die Corona-Krise ist allgegenwärtig.
Die strikten Maßnahmen wie Absagen von Veranstaltungen, das Schließen von Schulen dienen dem Schutz alter, gebrechlicher und kranker Menschen.

Es ist die Zeit gekommen, über das Verhältnis der Menschen untereinander nachzudenken und ins Auge zu fassen, dass sich vieles ändern muss.

So kann es nicht mehr weiter gehen.

Als Bundeskanzlerin Merkel die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise verkündete, sprach sie auch davon, dass die Wirtschaft auch am Laufen gehalten werden müsse.
Im Prinzip ist das Benennen von wirtschaftlichen Problemen richtig, doch der Kontext, in dem dies genannt wurde, stieß mir sehr auf.

Für mich hört es sich an, als wäre die Wirtschaft wichtiger als die Menschen.

In einem Krankenhaus meldete sich eine Frau, die Angst hatte, an Corona erkrankt zu sein. Sie hatte Besuch von Verwandten aus einem Risikogebiet gehabt. Die Hotline des Gesundheitsamtes sah den Fall als nicht relevant an. So war die Frau in ihrer Not in das Krankenhaus zur Notaufnahme gegangen. Es stellte sich heraus, dass sie Corona in sich hatte.
Von der Schwester, die mit ihr in Kontakt getreten war, wurde ein Abstrich gemacht, um zu schauen, ob sie sich angesteckt hatte. Sie musste mit Mundschutz weiterarbeiten.
Die anderen Schwestern, die mit ihr in Kontakt waren, dürfen weiterarbeiten ohne Einschränkungen. Abstriche wurden von ihnen nicht genommen.

Alles im Tenor, man müsse die Pflege aufrechterhalten.
Es ist also irrelevant, ob die Schwestern, falls sie corona-positiv sind, andere anstecken. Hauptsache sie arbeiten. Falls sie Symptome aufweisen sollten, liegt die Sache anders. Dann bekämen sie nämlich einen Test.

Es wird Zeit, dass wir endlich umdenken und den Menschen in den Vordergrund stellen. Wirtschaftliche Interesse und das Aufrechterhalten von Prozessen kann nicht der Maßstab aller Dinge sein.
Wenn alle oder viele an Corona erkrankt sind, ist niemand während dieser Zeit da, um die Wirtschaft am Leben zu erhalten. Dann bräche alles zusammen, aber richtig!

Egoistische Handlungen wie Hamsterkäufe oder Vorteile für sich zu sichern, sind in solchen Situationen wie eine Pandemie nicht tragbar.
Es kann nicht angehen, dass manche auf Kosten anderer leben, sich auf Kosten anderer bereichern.
Gerede darüber, dass es immer Selektionen gäbe und das nur der Stärke überleben könne, sind bescheuerte Auslieferungen der eigenen Selbstsucht und des Egozentrismus, in dem viele leben.

Wenn es so wäre, dass diese Menschen als einzige überlebten und folglich die „Krone der Schöpfung“ wären, ginge die Welt deswegen zugrunde, weil sie von egoistischen Idioten regiert würde.

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