In Tschechien wurde ein Einbruchsopfer verurteilt, weil die Videoüberwachung funktioniert hatte und so die Einbrecher überführt werden konnten.

Bei dem Opfer wurde zweimal versucht einzubrechen, woraufhin er entschied, eine Videoüberwachung installieren zu lassen.
Die Einbrecher stiegen irgendwann ins Haus ein und raubten den Mann aus. Da sie dabei gefilmt wurden, konnte die Polizei die Einbrecher identifizieren und festnehmen.

Einer der Einbrecher zeigte das Einbruchsopfer an wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts und bekam vor dem Europäischen Gerichtshof Recht.

Die Argumentation verlief so, dass erstens nirgends ein Schild auf dem Grundstück angebracht war, das hätte darauf hinweisen können, dass überwacht wird, und zweitens filmte die Videoanlage die Einbrecher auch vor dem Grundstück auf der Straße.
Anhand der Frontalbilder auf der Straße konnten die Einbrecher identifiziert werden.

Das eigene Grundstück darf überwacht werden, worauf laut geltender Rechtslage allerdings ein Schild hinweisen muss. So kann man entscheiden, ob man das Grundstück betreten möchte und so gefilmt werden will.
Nur das eigene Grundstück überwacht werden.

Die Einbrecher wurden während der Tat im Haus und auf dem Grundstück gefilmt. Identifiziert wurden sie aber, als sie über die Straße zum Grundstück vorrückten. Die Straße gehörte nicht zum Grundstück.

Dort hätte also nicht gefilmt werden dürfen.

Man muss sich fragen, welche Intention ein Anwalt haben muss, um so etwas vors Gericht zu bringen!

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