Etwas Neues in der Berichterstattung ist die sogenannte „Re-InfektionRe-Infektion Die erneute Ansteckung (Infektion) durch die gleichen Erreger, wobei unterschiedliche Zeitspannen dazwischen gewesen sein müssen mit dem CoronavirusCoronavirus Das Coronavirus (SARS-CoV‑2) verursacht eine schlimme Lungenkrankheit (COVID-19), die auch tödlich enden kann.“. Dies bedeutet, dass sich jemand mehrmals mit dem Coronavirus angesteckt hat. Insbesondere ist dies ein Thema bei der momentan kursierenden Omikron-Variante.

Was genau ist eine „Re-Infektion“ und wann liegt diese vor?

In Rheinland-Pfalz gab es beispielsweise 14 133 Fälle von potenziellenpotenziell möglich (im Gegensatz zu wirklich), denkbar, der Möglichkeit nach, vielleicht zukünftig, könnte passieren Re-InfektionenRe-Infektion Die erneute Ansteckung (Infektion) durch die gleichen Erreger, wobei unterschiedliche Zeitspannen dazwischen gewesen sein müssen. Sieben Prozent davon gelten als wahrscheinlich, doch nur bei insgesamt 33 konnte eine Re-Infektion wissenschaftlich eindeutig nachgewiesen werden.
Bei 12 768 handelt es sich also nicht um Re-Infektionen, sondern die Viren aus einer durchgemachten InfektionInfektion Von einer Infektion spricht man in der Medizin, wenn sich eine Person mit einem Krankheitserreger angesteckt hat. Dieser Erreger kann z. B. ein Bakterium, ein Virus, ein Pilz oder auch ein Wurm sein. sind noch in geringen Maße nachweisbar.

Eine Re-Infektion, also eine erneute CoronaCoronavirus Das Coronavirus (SARS-CoV‑2) verursacht eine schlimme Lungenkrankheit (COVID-19), die auch tödlich enden kann.-Infektion, ist sehr schwer zu unterscheiden von einer sehr langen Nachweisbarkeit des Virus (wie bei den 12 768 Personen).
Fakt ist, dass relativ viele genesene Personen das Coronavirus noch in sich tragen. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie noch infektiös sind. Die Virenlast kann dabei aber auch in Laufe der Zeit in sehr geringen Schwankungen variieren, erreicht allerdings nicht mehr den Schwellenwert (CT-WertCT-Wert Der CT-Wert („Circle Treshold”) gilt als Maß für die Infektiosität einer Person, die sich mit Krankheitskeimen angesteckt hat. Man kann damit messen, ob jemand schwach, mittel, stark oder nicht infektiös ist. Er wird über einen PCR-Test gemessen. oder TTP-WertTTP-Wert Der TTP-Wert (Time to positive) beschreibt analog zum CT-Wert, welche Erreger-Last (Virenlast) jemand in sich trägt. Er wird über einen bestimmten Zeitraum ermittelt und ist meistens halb so hoch wie der CT-Wert.) der InfektiositätInfektiosität Die „Infektiosität” beschreibt die Ansteckungsfähigkeit eines Krankheitserregers..
Mit sehr sensiblen PCR-TestsPCR-Test Ein PCR-Test kann in einer Probe Krankheitskeime, Anomalien und vieles mehr erkennen. kann man eine vergleichsweise geringe Virenlast nachweisen und es hat sich gezeigt, dass viele als genesen geltende Personen eben noch sehr, sehr wenige Viren über einen längeren Zeitraum in sich tragen und trugen.

Laut Robert-Koch-InstitutRobert-Koch-Institut Robert-Koch-Institut – deutsche Bundesoberbehörde für Krankheitsüberwachung und ‑prävention müssen mindestens 90 Tage zwischen zwei InfektionenInfektion Von einer Infektion spricht man in der Medizin, wenn sich eine Person mit einem Krankheitserreger angesteckt hat. Dieser Erreger kann z. B. ein Bakterium, ein Virus, ein Pilz oder auch ein Wurm sein. liegen, um eine hohe Wahrscheinlichkeit einer Re-Infektion betrachten und gegebenenfalls nachweisen zu können.

Ob jemand sich wirklich re-infiziert hat, kann allerdings dann nur durch eine Gen-Analyse beziehungsweise Gen-Bestimmung beider Viren – erste und zweite Infektion – verifiziertVerifikation Die Verifikation ist der Nachweis, dass ein vermuteter oder behaupteter Sachverhalt wahr ist. (Korrektheitsbeweis) werden.

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