Allmorgendlich gehen die Morgengedanken, Anstößte und so weiter über den Äther und wünschen den Radiohörern einen guten Start in den Tag


Momentan geht es zum überwiegend größten Teil um die Corona-Krise.
Das ist verständlich, denn dies beunruhigt viele Menschen.

Nicht nur in diesen Predigten ist mir aufgefallen, dass zwar Stellung bezogen wird, und Trost durch den festen Glauben kommt, mehr jedoch nicht.
Hinterfragt, warum es zugelassen wurde, dass zum Beispiel Corona ausbrechen konnte, wird nicht. Die Tatsache wird hingenommen.
„Warum hat dies niemand?“ und ähnliches sind Fragen, die nicht gestellt und auch folglich nicht beantwortet werden (müssen).

Gleichwohl wird aber Hoffnung gemacht à la „Wenn Ihr glaubt, wird Euch auch Trost zuteil und es geht Euch besser.“.

Im religiösen Kontext fragt man nicht, warum „Er“ die Corona-Pandemie überhaupt über die Menschen gebracht, sondern „er“ spendet Trost in dieser schweren Zeit. Krisen sind generell menschengemacht. „Er“ hat sie ja nicht gebracht.
Besonnenheit solle man übern, weil man bis zu dieser Krise gemeint hatte, man wäre unverwundbar.
Doch man wurde eines „Besseren“ belehrt.
Und nun bräuchte man Trost von oben.

Das ist eine sehr naive und eng gefasste Weltansicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Gedanken