Vielerorts gibt es in Kliniken und Krankenhäusern sogenannte „Einlasskontrollen“. Dort müssen Besucher ihre Daten hinterlassen, um erreichbar zu sein, falls sich herausstellt, dass sie Kontakt mit Corona-Infizierten hatten.

Bei der „Einlasskontrolle“ wird eine Corona-Risikobewertung anhand von Fragen vorgenommen. Die Fragen zielen in der Regel darauf ab, ob man (und wie lange man) Kontakt mit Infizierten hatten. Dann wird man gefragt, ob man Symptome hat und dergleichen. Die Beantwortung dauert nicht lange.

Momentan sind aber auch Reglementierungen in Kraft, um die Besucherströme in den Behandlungszentren zu lenken.
Wo früher einfach Personen in die Behandlungszentren gingen, sich eine Nummer zogen und irgendwann aufgerufen wurden, wird momentan auch darauf geachtet, wie viele Personen einströmen und wo diese hingehen.

In manchen Behandlungszentren dürfen nur die Patienten, die zum Beispiel in Sprechstunden kommen, hereingelassen werden. Nur in Ausnahmesituationen dürfen Begleitpersonen mit hineingelassen werden.

Und hier fängt das Unfassbare an.

Die Menschen, die die „Einlasskontrollen“ durchführen, werden gnadenlos angelogen.

Plötzlich ist ein alter Mann dement oder orientierungslos, weil die Frau ihm mit dem Auto gebracht hat. Die Leute an der „Einlasskontrolle“ müssen dann entscheiden, ob die Begleitperson mit hinein darf oder nicht.

Auch wird gerne darauf verwiesen, dass ein Angehöriger kein Deutsch versteht oder nur schlecht. Diese können aber eigenständig und ohne Nachfrage die Erhebungsbögen ausfüllen. Auch können sie Fragen korrekt er kontextuell beantworten.

Ausreden, warum man hereinmuss oder gerade jetzt, schlagen dem Fass den Bodden aus.
Es wird mit Mitleid gespielt oder mit Rücksicht und Respekt dem anderen und so weiter,
Die, die Rücksicht und Respekt fordern, sind dann aber die, die keine Rücksicht nehmen. Sie versuchen sich bei der Anmeldung durchzuschlängeln, lügen andere Wartende an und schaffen es manchmal auf, schneller dranzukommen.

Um Besucherströme zu lenken und zu vereinzeln, dürfen in manchen Behandlungszentren Patienten erst eine halbe Stunde vor den Termin eingelassen werden.
Hier gibt es Anfeindungen der Patienten, die ad absurdum geführt werden, mit dem Ziel nur deren egoistische ziele durchzusetzen. Für Argumente sind sie nicht erreichbar. Stellenweise müssen Sicherheitsbeamte gerufen werden, um diese Personen (vorerst) an die frische Luft zu setzen.

In Behandlungszentren mit zwei Einlässen, Vorder‑ und Hintereingang, passiert es immer wieder, dass Begleitpersonen zum Beispiel vorne abgewiesen werden, dann nach hinten gehen und dort behaupten, sie hätten einen Termin. Dann werden sie in der Regel eingelassen, weil man hinten nicht weiß, was vorne vorgefallen war.

Obwohl die Leute von der „Einlasskontrolle“ bei der Bewältigung der Kontrollen keine Zeit haben, werden sie in Endlosdiskussionen verwickelt, obwohl die Lage schon längst geklärt ist.

Manche Menschen stellen ihre Ziele über alles andere.

Nirgends wird mehr gelogen als bei den „Einlasskontrollen“ und in Ambulanzen.

2 Antworten auf Nirgends wird mehr gelogen …

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