Die junge Generation – insbesondere Generation Y und Z – haben es ja in Hinblick auf den Intellekt nicht wirklich einfach.
Englisch ist cool, weil Amerika cool ist.
Amerika ist einfach per definitionemPer Definitionem „Per Definitionem” bedeutet „wie der Begriff bestimmt wurde”, „aufgrund der Bestimmung des Begriffs”, „wie es die Aussage / das Wort / die Sachlage / der Begriff beinhaltet” oder „erklärtermaßen” („laut Definition”). cool.

Bei anderen Sprachen wird es heikel, denn diese folgen nicht den englischen Ausspracheregeln. Man versteht sie ja auch kaum, außer man fragt zum Beispiel den Google‑Übersetzer oder ähnliches.

Man kann ja nicht von anderen verlangen, dass sie ebenfalls Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Russisch sprechen. Das verlange ich von anderen Personen auch gar nicht.

Mir hatte eine Auszubildende erzählt, dass sie mit ihrer Freundin abends ab und zu Wein trinken.

„Vinooo“ schwärmte sie lauthals, mit langgezogenem „o“.

„Vino“ ist das italienische Wort für „Wein“.

Da meine Gattin und ich generell keinen Alkohol trinken, uns aber etwas auskennen, fragte ich, welchen Wein sie denn tränken.

Was sie sagte, klang als wenn man „May-den-naytt“ schreibt, aber englisch ausspricht – „Mäi-din-näitt“ eben.

Sie meinte den Rotwein „Medinet“ – ungefähr ausgesprochen „Medinee“. Das ist französisch.

Ich korrigierte unterschwellig: „Meine Gattin und ich trinken auch … Meedinee … , eben nur alkoholfreien.“
„Maydinnayt schmeckt schon geil“, antwortete sie, wieder mit völlig falscher Aussprache..

„Maydinnaytt“

Wer eben auch englische Rechtschreibung auf die deutsche Sprache anwendet – „Wohn Zimmer Tisch“, anstatt „Wohnzimmertisch“ – bekommt andere Sprachen auch nicht hin!

Säih lah Wie!

C’est la vie!

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