Allzu lange hat es nicht gedauert, bis Verschwörungstheoretiker sich zusammenhalluziniert haben, was der Auslöser der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen war.


Das Kuriosum dabei ist, dass es zwei „Erklärungen“ gibt und sich die, die sich das ausgedacht haben, nicht mal einig sind.

Auf einem Foto ist ein freigelegtes Rohr mit einem Durchmesser von knapp einem Meter zusehen. Nach der Umgebung zu urteilen, ist der Ort Erftstadt. Dies wurde auf Anfragen an die Stadtverwaltung bestätigt.
Dieses Rohr soll angeblich die Ursache sein, weswegen die Flutkatastrophe stattgefunden haben soll.

Die Fake-NewsFake-News Gezielt und absichtlich veröffentlichte oder platzierte Falschnachrichten-Verbreiter sagten, dass es sich bei dem Rohr um die unterirdische Umleitung eines Baches handeln sollte. Irgendwann habe sich der Bach den Weg nach draußen gesucht. Sie meinten mit einem Unterton, dass die Natur sich immer einen Weg suche. Und dies eben ihre Rache sei.

Wenn es so wäre, müsste dieses Rohr ja gebrochen sein, doch man sieht keinen zweiten Teil in der Nähe.
Laut Anfragen beim Katasteramt und dem Landratsamt handelt es sich um ein Abwasserohr, das durch die Unterspülung zerstört worden wäre.
Ein Kanalrohr, das einen Durchmesser von knapp einem Meter besitzt, kann nicht eine Flutkatastrophe von diesem verheerenden Ausmaß ausgelöst haben, wie geschehen.

Die andere Frage wäre, wie es dann zur Flutkatastrophe in anderen Städten gekommen wäre, unter anderem auch in Bayern, denn bis dahin wäre die Wirkung eines „sich selbst freigekämpften Baches“ nicht spürbar gewesen.

Da die Flutkatastrophe sehr verheerend war, ließen sich andere Verschwörungstheoretiker etwas „Neues Altes“ einfallen.

Wetter-Manipulation!

Das sogenannte HAARP-ProjektHAARP-Projekt Beim HAARP-Projekt wird die Ionosphäre, die sich ab einer Höhe von 60 Kilometer bis 200 Kilometer um die Erde erstreckt, untersucht. Das HAARP-Projekt ist immer wieder Ziel von Verschwörungstheorien, die es für Erdbeben, Überschwemmungen und Vulkanausbrüche verantwortlich machen. soll schuld sein.

Beim HAARP-Projekt wird die Ionosphäre, die sich ab einer Höhe von 60 Kilometer bis 200 Kilometer um die Erde erstreckt, untersucht.
Dafür werden RadiowellenRadiowellen Radiowellen sind elektromagnetische Wellen mit Frequenzen zwischen 10 kHz und 30 GHz, was einem Wellenlängenbereich von 30 km bis 1 cm entspricht. Man unterteilt sie in  Langwellen, Mittelwellen, Kurzwellen und Ultrakurzwellen. Aus dem Weltall gelangen Radiowellen verschiedener Herkunft zur Erde. benutzt, die alle zusammen genommen eine Leistung wie 3000 handelsübliche Haartrockner oder 200 Backöfen haben. Die Leistung ist also sehr gering.

Wetter entsteht allerdings in der Troposphäre, die viel weiter unten ist.

Das HAARP-Projekt wurde erst vom US-Militär betrieben. Seit 2015 ist es in der Hand der Universität von Alaska in Fairbanks.

Das US-Militär hatte herausgefunden, dass Radiowellen unter bestimmten Voraussetzungen an und von der Ionosphäre reflektiert werden.
So wäre es möglich, dass Funksignale eine größere Reichweite hätten.
Die diesbezügliche Forschung hat sich für das US-Militär allerdings nicht rentiert. 

Die Radiowellen, die ausgestrahlt werden, durchfließen die Troposphäre, in der das Wetter entsteht, ungehindert ohne eine Wirkung zu hinterlassen.
Sie können wegen ihrer sehr geringen Leistung weder Tief‑ noch Hochdruckgebiete beeinflussen, geschweige denn festhalten, bewegen, erzeugen oder auflösen.

Das Tief, das für die Flutkatastrophen verantwortlich war, stand laut „Deutschem Wetterdienst“ tagelang über der Ostsee und vorher über dem südlichen Frankreich. Dadurch bedingt hat es viel Feuchtigkeit (Wasser) aufgenommen.
Als es über die von der Flutkatastrophe betroffenen Regionen abregnete, war es zudem von zwei Hochdruckgebieten umgeben, sodass es sich erst nicht wegbewegen konnte.

Dass die Anlagen, die im nordrhein-westfälischem Albersloh nahe Münster oder im mecklenburg-vorpommerschen Rostock stehen, angeblich „HAARP-Anlagen“ seien, behaupten die Verschwörungstheoretiker trotz erdrückender Beweise immer wieder und immer weiter.
Bei diesen Anlagen handelte es sich allerdings lediglich um Funkstationen.

Auch wenn Verschwörungstheoretiker ihre „Wahrheiten“ weiterspinnen, stimmen diese nicht. 

Und sie werden auch bei zig Wiederholungen nicht wahr.

Lügen bleiben Lügen.

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