In der Fernsehserie „Rosins Heldenküche – Letzte Chance Traumjob“ geht es darum, dass junge Menschen, die am „gesellschaftlichen Leben“ gescheitert sind, eine Chance als Koch bekommen. Fernsehkoch Frank Rosin und sein Team versuchen, sie zu coachen.

Kein „Schützling“ von Rosin hat einen Schulabschluss. Alle sind langzeitarbeitslosLangzeitarbeitslose Langzeitarbeitslos” ist jemand, der mindestens ein Jahr lang arbeitslos ist., manche habe eine „Karriere“ als Drogensüchtige oder Alkoholiker hinter sich. Viele waren Heimkinder und kommen nicht wirklich mit sich klar. Querelen zwischen den Kandidaten für eine Ausbildung zum Koch, aber auch mit den Coaches brechen durch.
Zudem kommen Probleme, verursacht durch die Kandidaten, die immer wieder ans Tageslicht gelangen. Frank Rosin muss auch diese Berge erklimmen oder durch tiefe Täler gehen.

Nun ist das Finale der Fernsehserie fast erreicht.

Nun muss einer der „Helden“ gehen.
Jede Person soll nun überlegen, weswegen sie weiterkommen soll und was die angestrebte Ausbildung ihnen bedeutet. Dazu muss jeder ein kurzes StatementStatement Öffentliche Erklärung, Bekundung, Bekanntmachung oder Verlautbarung, oft im politischen Bereich geben.

Im Vorfeld dazu bittet jemand von den „Wackelkandidaten“ um ein persönliches Gespräch.
Er erzählt von seinem familiären Debakel. Er ist angeschlagen, unkonzentriert , gereizt und müde wie immer und berichtet, welche persönlichen Dramen er erlebt.
Dies ist umso kurioser, da er damit erst jetzt herausrückt. Er sagte sonst einfach, dass er müde sei, weil er nachts die Wohnung aufräumen müsse.
Er war als Kind im Kinderheim, hatte so gut wie keinen Kontakt mehr zu seiner Familie und jetzt ist alles anders.
Rosin weiß nicht, was er tun soll.

Nach den StatementsStatement Öffentliche Erklärung, Bekundung, Bekanntmachung oder Verlautbarung, oft im politischen Bereich entscheidet Rosin, dass genau dieser Kandidat gehen muss. Rosin meint, dass der Kandidat erstmal sein Privatleben ordnen müsse und deshalb nicht mehr dabei sei.

Hier kommt etwas von Rosins ans Tageslicht, womit er sich selbst widerspricht.
Hätte er gesagt, er müsse gehen, weil er kurz vor dem Ausscheiden erst gemerkt hätte, worum es ginge oder er wäre der Lügen entlarvt worden, hätte man solch eine Entscheidung akzeptieren können.
Dies mutet eher an wie Heuchelei.

Aus meiner Erfahrung als CoachCoach Jemand, der Klienten berät und betreut („coacht”), um deren berufliche Potenziale zu fördern und weiterzuentwickeln für Arbeitslose kenne ich solche Situationen.
Man kommt an manche Leute nicht heran. Sie öffnen sich nicht. Sie begreifen nicht, dass man ihnen helfen will. Bei den Wiedereingliederungsmaßnahmen, die ich für das Arbeitsam, die Arbeitsagentur und den Jobcentern durchgeführt habe, gab es auch solche Personen.
Wenn es hart auf hart kam, zum Beispiel Kürzungen beim Arbeitslosengeld, kamen sie auf die kuriosesten „Ideen“, meist in Einzelgesprächen, mit Versprechen, sich zu bessern.
Das kam immer erst um Fünf nach Zwölf.

Rosin hätte dies klipp und klar sagen können, doch er redet sich heraus.
Ich bin gespannt, was als Nächstes kommt.

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