Sternekoch, Restaurant-CoachCoach Jemand, der Klienten berät und betreut („coacht”), um deren berufliche Potenziale zu fördern und weiterzuentwickeln und Fernsehkoch Frank Rosin versucht, Leuten, die keine Ausbildung bekommen haben, die Chance zu geben, Köche zu werden. Da die Mitglieder Gruppe keine Schulabschlüsse besitzen und dazu noch langzeitarbeitslosLangzeitarbeitslose Langzeitarbeitslos” ist jemand, der mindestens ein Jahr lang arbeitslos ist. sind, wird es schwierig.

Zur ersten Folge der Reihe „Rosins Heldenküche – Letzte Chance Traumjob“ hatte ich meine Bedenken geäußert und habe leider recht behalten.
In der zweiten Folge ging es wie bei der ersten drunter und drüber.

Wie zu erwarten war, hatte eine Kandidatin sich verabschiedet, weil sie dem Stress nicht gewachsen war.
Ein Kandidat war ausgefallen, weil er ein dickes Knie hatte.
Er kam zurück, nachdem er sich auskuriert hatte, war aber zu spät erschienen.
Obwohl er sich für die „Heldenküche“ entschieden hatte, musste er gehen.
Da er am Tag, als er zurückkehrte, wieder zu spät kam, gab es ein Gespräch mit Coach Rosin.
Es stellte sich heraus, dass der Kandidat sich wieder mal in Lügen verstrickt hatte, weswegen er zu spät gekommen war.
Rosin bluffte und der Kandidat musste zugeben, dass die Geschichte mit seiner kranken Oma frei erfunden war.
Rosin entschied, ihn aus der Serie zu werfen, da das Vertrauensverhältnis durch die Lügerei vollends zerstört war.
Der Kandidat zeterte und begab sich in die Opferrolle, dass es ja immer so sei, dass ihm niemand eine Chance gäbe, nicht mal Frank Rosin, von dem er sich wirklich etwas erwartet hätte.
Er zeigte, dass er niemals über sein Verhalten anderen gegenüber nachgedacht hatte.
Er nahm die Chance, die ihm geboten wurde, nicht wahr.

Beim Kochen ging es darum, Frikadellen zu braten.
Rosin zeigte, wie man sie zubereitet und anrichtet.
Die Aufgabe war nun, dass sich frei Zweier-Team bilden sollten. Diese Teams sollten jeweils drei Teller anrichten.
Schließlich gibt es drei Juroren, von denen jeder eine Frikadelle probiert pro Team.
Der Gewinner durfte ein eintägiges Praktikum in Frank Rosins Restaurant absolvieren.
Der Anreiz war da.

In der Küche war Chaos angesagt. Rosin fluchte über die nicht-vorhandene Ordnung.

Erschwerend kam für einige „Küchenhelden“ dazu, dass die Aufgabe „Drei Teller“ nicht ganz klar verstanden wurde.
Was angerichtet wurde, war nicht nur von der Qualität aus gesehen mangelhaft.
Die Hälfte der Teams hatte die Aufgabe verstanden.
Jeder Juror sollte ja drei Teller mit jeweils einer Frikadelle probieren, was für die andere Hälfte der Teams nicht so „einfach“ war.
Was die Juroren bekamen, waren beispielsweise drei Teller mit unterschiedlich gewürzten Frikadellen oder dass die drei Teller sich sehr weit voneinander unterschieden, auch was die Anzahl der „Fleischklöpse“ anging. 

Während der Zubereitung gab es Querelen nicht nur untereinander, sondern auch zwischen den Teams.
Rosin musste zwischendurch eingreifen, schlichten und ermahnen.

Eine Person bekam schließlich den Zuschlag, sein Praktikum zu absolvieren, was laut Rosin sehr gut geklappt hatte.

Eigentlich schaue ich mir solche Serien nicht an, doch da ich in einer Bildungseinrichtung gearbeitet hatte, in der LangzeitarbeitsloseLangzeitarbeitslose Langzeitarbeitslos” ist jemand, der mindestens ein Jahr lang arbeitslos ist. und Schwergeschädigte, Chronischkranke oder Behinderte in den Arbeitsmarkt integriert wurden, interessiert mich dieses Thema.
Rosin versucht, Personen ohne reale Perspektive in den Arbeitsmarkt zu bekommen.
In der Einrichtung, in der ich arbeitete, war es leider so, dass manche sich in eine Opferrolle begeben haben oder sich an die Situation, in den Tag hineinzuleben, so gewöhnt hatten, dass sie gar nicht mehr herauswollten.
Die Klischeefloskel „Warum soll ich arbeiten, wenn der Staat mir Geld fürs Nichtstun gibt?“ ist keine Klischeefloskel.
Ich habe sie sehr oft (als Ausrede oder Rechtfertigung) gehört.
Viele wollten auch gar nicht aus ihren Gewohnheiten heraus und ließen sich etwas einfallen, nicht mehr zu uns kommen zu müssen. Sie flüchteten sich unter anderem auch in Krankheiten.

Die Parallelen zu den „Küchenhelden“ sind überdeutlich.
Als ich im vorigen Beitrag gemunkelt hatte, würde Rosin auch merken, dass die Kandidaten sich in Ausreden flüchten oder in angeblichen Krankheiten.
Rosin hat es in der zweiten Folge schon gemerkt.
Noch schaut er durch die rosa Brille, aber diese Brille ist schon ein kleines Stückchen heruntergerutscht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Gedanken