Kennen Sie das auch?
Bei langwierigen Diskussionen taucht irgendwann die Floskel „Ja, aber …“ auf, ab und zu auch die Begleitung „Das kann man sich doch denken!“.

Es zeigt im Grunde genommen nur, das das Gegenüber nichts verstanden hat und nicht bereit ist, seine Zweifel an belegten Sachverhalten oder Fakten einzustellen.
Es zeugt auch davon, dass er nicht richtig zu hörte oder nicht bei der Sache war, weil ihn (Gegen‑) Argumente nicht interessieren.
In das „Ja, aber, vielleicht …“ reihen sich ähnliche Floskeln wie „Nach dem gesunden Menschenverstand …“ oder „Das kann man sich doch denken, dass …“.

Alle diese Floskeln und noch mehr davon zeigen immer das gleiche Bild.

Man will nicht akzeptieren, dass man falsch liegt und klammert sich an Strohhalmen, die schon längst abgerissen wurden und keinen halt bieten.

Aktuell gibt es bekanntlich Diskussionen über die Corona-Warn-App der Bundesrepublik.
Der TÜV und sogar der sehr kritische „Chaos Computer Club“ hatten an der App keine Datenschutzverstöße festgestellt.
„Ja, aber, vielleicht wurden die auch nur bestochen, um nichts zu sagen.“

Die App wertet keine Standortinformationen (GPS) aus.
„Das kann man sich doch denken, dass die App das tut. Schließlich haben Handys das eingebaut.“

„Der gesunde Menschenverstand sagt schon, dass man mit der App mehr machen kann, als man uns sagt.“

Das kennen sie doch!

Es ist schade, dass uns manche Menschen ihre Paranoia aufzuzwingen versuchen.

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