„Guten Morgen“, sagte die Pflegedienstleiterin, als sie die Notfallambulanz betrat, „um halb zwölf liefert uns eine Pizzeria als Dank für die schwere Arbeit in der Corona-Abteilungen fünfzig Pizzen. Ich habe den anderen Abteilungen schon Bescheid gesagt und die E-Mail auch schon intern im Haus verteilt.“

Die Freude in der Notfallambulanz war groß. Die Krankenschwestern und – pfleger, die dort arbeiteten, mussten nämlich im Turnus immer Dienst versehen in der Fieberambulanz.
Die Arbeitsbedingungen dort sind nicht ohne: drei Stunden vermummt mit enger Atemmaske, eingepackt in einen Kittel, dazu eine Haube auf, Handschuhe an. Erschwerend kommt hinzu, dass man in den drei Stunden nichts trinken und nichts essen darf, geschweige denn zur Toilette gehen. Unter der Schutzbekleidung ist es zudem noch warm.

Um halb zwölf lieferte die Pizzeria wie versprochen die Pizzen.

Als die Personen aus der Notfall‑ und Fieberambulanz dorthin kamen, waren noch drei Pizzen übrig.

Locker flockig genossen die Pflegedienstleitung und viele andere Büroleute, die man sonst nie sah, die übrigen 47 Pizzen.

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