Ein „beliebtes“ Thema in Familien‑ und Eltern-Magazinen sowie Zeitschriften ist es, darüber zu philosophieren, was „früher“ im Gegensatz zu „heute“ anders war.
Oft wird auch darüber geschrieben, was es nicht mehr gibt.

In einem sozialen Onlinenetzwerk machte mich ein Artikel eines Magazins wie obengenannt darauf aufmerksam, dass „Kinder von heute“ bestimmte Dinge zu den „Kindern von damals“ nicht mehr könnten.

Nur noch knapp ein Viertel der „Kinder von heute“ könnten spülen beziehungsweise abspülen.
Wo immer das Magazin die Statistik herbekommen hat, kann davon ausgegangen werden, dass es eine Umfrage oder Erhebung unter der Leserschaft war.

Zu dem Thema muss man sagen, dass etwas bei dreiviertel aller Haushalte eine Spülmaschine steht.
Die Praktik, dass man das Geschirr vorher abspülen müsste oder das Brotkrümmel nicht in die Spülmaschinen gehörten, war bei den ersten anscheinend so, doch heutzutage ist dies nicht mehr notwendig.

Weiter geht es mit Dingen, wie dass sich Kinder zwischen drei und vier Jahren nicht mehr selbstständig anziehen könnten. Auch hier gibt es im Gegensatz zu „früher“ wieder ein Viertel der von „heute“.

Ein Thema, was auch immer wieder angesprochen wird, ist das Kopfrechnen.
Aus eigener Erfahrung weiß man, dass die „Generation von heute“ nicht mehr so stark im Kopfrechnen ist.
Das liegt aber auch daran, weil vermehrt mit Taschenrechnern gearbeitet wird. 

Kinder können nicht mehr auf einem Bein stehen.
Laut Untersuchungen bei Vorschulkindern soll es so sein. Auch könnten diese Kinder nicht mehr ohne Probleme rückwärts gehen. Aus diesem Grund wären auch viele Übungen aus dem Turn‑ beziehungsweise Sportunterricht verbannt worden.

„Kinder von heute“ sind es auch nicht mehr gewohnt, allein zu sein oder sich Essen warmzumachen, wenn sie von der Schule kommen.
Dem ist allerdings geschuldet, dass viele Eltern sich als Helikopter-ElternHelikopter-Eltern Unter Helikopter-Eltern versteht man umgangssprachlich überfürsorgliche Eltern, die sich ständig in der Nähe ihrer Kinder aufhalten, um diese zu behüten und zu überwachen. verstehen und alles für ihre Kinder tun und erledigen.
Solche Kinder werden kaum selbständig.

„Früher war alles anders und besser“ ist ja der Standardspruch, wenn man Kinder von „früher“ und „heute“ vergleicht.
Ob es überhaupt sinnvoll ist, diese Vergleiche anzustellen, sei dahingestellt.

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