Die Leitung des „Krankenhauses am Rande der Stadt“, das dem Personal in den Ambulanzen keine Prämie von 48 Euro pro Monat gewährt, sich aber mit Pressepräsenz feiert, hat nun Fieber-Tagebücher angeordnet.

Dies gilt für das Personal in den Bereichen Notfall‑ und Fieber-Ambulanz sowie der Corona-Station.

Zu einem Zeitpunkt, in dem weniger Neuinfektionen gemeldet werden!

In der Nachbarstadt hat übrigens die größere Fieber-Ambulanz geschlossen.

Die Klinik‑ beziehungsweise Pflegedienstleitung hat nämlich durch Presseberichte erfahren, dass viele Personen gerade in oben genannten Bereichen erkrankt sind.

Das sind ganz neue Erkenntnisse!

Das Personal muss jeden Tag die gemessene Körpertemperatur in ein Tagebuch eintragen. Wie das Tagebuch auszusehen hat, ist nicht vorgegeben. Es kann theoretisch ein Blatt Papier sein mit einem Raster darauf, eine Excel-Tabelle und dergleichen mehr.

Wie oft die Temperatur dort pro Tag eingetragen werden muss, wann es vorgelegt werden soll und welche Konsequenzen abgeleitet werden, ist nicht klar.
Auch weiß niemand, was zu tun ist, wenn die Temperatur ansteigt.

Als während der Corona-Krise noch doppelt oder dreifach so viele tägliche Neuinfektionen waren wie momentan, hat es niemanden interessiert.

Das involvierte Personal musste weiterarbeiten, solange es keine Symptome zeigte, auch wenn es infiziert war. Ebenso bekam man erst nach einer Woche einen Corona-Test, wenn man Kontakt mit einem mutmaßlichen oder potenziell Erkrankten hatte. Von einem Fieber-Tagebuch war bis jetzt nie die Rede.

Da die Regelung mit dem Fieber-Tagebuch nicht überlegt und strukturiert ist, kann man davon ausgehen, dass es nur eine von vielen „Beschäftigungstherapien“ ist.

Eine Antwort auf Fieber-Tagebücher für die Notfallambulanz

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