Das Sozialministerium Baden-Württembergs hatte über mehr häusliche Gewalt berichtet.
Im (erweiterten) Kollegenkreis ist nun so etwas passiert.

Die Frau und ihr Freund wohnten zusammen.
Irgendwann ist herausgekommen, dass ihr Freund fremdgeht und auch Lügen sein „Alltagsgeschäft“ sind. Zudem ist ihr Freund den Alkohol sehr zugeneigt.
Die Frau setze ihn vor ein paar Tagen unter Druck, weil es ihr zu viel wurde.

Die Lage eskalierte damit, dass die Frau einen angesprochenen Arm hatte und der Nun-Ex-Freund ging. Er hatte aber seltsamerweise einen Tag später schon wieder eine neue Bleibe bei einer anderen Frau gefunden.

Die Nun-Ex-Freundin mit dem angebrochenen Arm überlegt sich seit knapp einer halben Woche, was sie tun soll.

Sie wehrt sich vehement dagegen, dass sie ihn wegen Körperverletzung anzeigen solle. Sie wartet auf ein privates Meeting mit einem Bekannten, der Polizist ist und wohl laut ihrem Bekunden besser weiß, was zu tun ist, als ihre Freunde und Kollegen.

Sie hat auch Kleidung ihres Ex-Freundes zu dessen Arbeitgeber gebracht. Dabei erfuhr sie, dass bekannt sei, dass er Alkohol auch während der Arbeit konsumiere.

Das Kuriose an ihrem Verhallten ist, dass sie sich in der Bringschuld sieht und immer argumentiert, sie könne sich schließlich „strafbar“ machen, wenn sie ihm seine Kleidung verwehre. Sie hofft auch insgeheim darauf, dass der Arbeitgeber des Ex-Freundes handelt.
Ferner meint sie auch, dass sie die neue Freundin von ihm, auch handelt.

Dies ist allerdings genau das Verhalten, dass Gewalttäter verharmlost.

Obwohl er ihr fast den Arm gebrochen hatte, sieht sie sich in der Bringschuld und will ihn nicht anzeigen.
Sie will auch kein Kontakt‑ oder Annäherungsverbot gegen ihn erreichen.
Sie versteckt sich lieber hinter einen Bekannten, der Polizist ist, anstatt direkt zur Polizei zugehen und ihren Ex-Freund anzuzeigen.

Die Floskel „Der Arbeitgeber wird ihn schon herauswerfen“ sind nur dumme Ausreden genau wie „Ich weiß der nicht, ob er genau Geld hat, damit er eine Therapie machen kann.“.

Manche Leute lernen es leider nie.

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