In Diskussionen um das Impfen hört man von Impfgegnern oft das Argument, dass in Impfstoffen Zellen von Embryonen vorhanden seien.
Was vielerorts als Fake-NewsFake-News gezielt und absichtlich veröffentlichte oder platzierte Falschnachrichten abgetan wird, hat einen realen Hintergrund.

Im Jahre 1977 wurde zu wissenschaftlichen Zwecken aus einem abgetriebenen Embryo sogenannte HEK-Zellen gewonnen. „Human embryonal kidney“ sind sogenannte 293-Zellen und stammen wie der englische Name „kidney“ verrät, aus den Nieren beziehungsweise aus der Nierenrinde.
Diese Zellen werden seit 1977 permanent kultiviert und vermehrt.
Alle „menschlichen embryonalen Nierenzellen“ sind nachgezüchtete Zellen, der Urzellen von 1977, denn es wurden keine anderen Embryos (oder Föten) zu diesen Zwecken mehr benutzt.

Die Zellkultur der „HEK-Zellen“ wird benutzt, um Bakterien und Viren und Teile davon zu vermehren.
Die „HEK-Zellen“ haben diese Eigenschaften, die andere Zellen und Zellkulturen nicht oder nur bedingt haben, weswegen immer wieder neue von ihnen nachgezüchtet werden.

Sie können besonders für die neuartigen mRNAmRNA Unter mRNA versteht man in der Genetik einen "Stoff", der genetische Information für den Aufbau eines bestimmten Eiweißes (Protein) in einer Zelle enthält.‑ und Vektorimpfstoffe benutzt werden, weswegen sie in den aktuellen Fokus geraten. Besonders bei Vektorimpfstoffen haben sie den Vorteil, da sie insbesondere die Trägerviren – Adenoviren – replizieren können.

Die Zellen wurden – wie oben beschrieben – im Jahre 1977 von einem abgetriebenen Embryo entnommen.
Seitdem sind die „HEK-Zellen“ vermehrt worden. Es gibt seitdem keine Entnahmen mehr, sodass mancherorts von „unsterblichen Zellen“ gesprochen wird.

Dass Impfgegner diese Sache für sich ausschlachten und es auch dementsprechende Petitionen gibt, dass keine Embryos oder Föten für Impfszwecke benutztt und entnommen werden für diese, sind Dramatisierungen.

Unter welchen Voraussetzungen die Urzellen entnommen wurden, ist nicht ganz klar, auch nicht, ob es wirklich ganz koscher war.
Man kann aber davon ausgehen, dass dies in Ordnung war.

Da in der Erbsubstanz der „HEK-Zellen“ keine Y-Chromosomen gefunden wurden, kann man davon ausgehen. dass das Embryo „weiblicher Natur“ war.

Die Impfgegner schrecken vor nichts zurück, um Lügen und Fake-News zu verbreiten.

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