Am 13.3.2021 sollten bundesweit in den Landeshauptstädten Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen stattfinden. Das Sächsische Oberverwaltungsgericht hat drei Demonstrationen in Dresden verboten, da diese mit mehr als 3000 Teilnehmern stattfinden sollten.

Es verwies auf § 28a Abs. 1 Nr. 10, Abs. 2 Nr. 1 des Infektionsschutzgesetzes der Bundesrepublik Deutschland, § 15 Abs. 1 des Sächsischen Versammlungsgesetzes sowie die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung, nach der eine Versammlung mit dieser hohen Anzahl von Teilnehmern nicht zulässig sei.
Laut § 9 Abs. 4 des Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung gibt es keine diesbezügliche Ausnahme, weswegen ein Einspruch gegen die Entscheidung des Gerichts abgewiesen wurde.
Das Sächsische Oberverwaltungsgericht stellte zudem klar, dass der im Grundgesetz verbrieften Versammlungsfreiheit (Art. 8 GG) eine besondere Bedeutung zukäme, dass das Recht auf körperliche Unversehrtheit (Art. 2, Abs. 2 GG) (in diesem Kontext für Poliezi‑ und Vollzugbeamte, Teilnehmer und Passanten) aber höher wiege.

Trotzdem versammelten sich viele Personen in Dresden zu einer Kundgebung mit anschließendem Demonstrationszug.
Die Polizei ließ über Lautsprecher verlautbaren, dass diese nicht genehmigt sei und dass die Teilnehmer gehen möchten, da diese nun de facto und de jure beendet sei.
Die Teilnehmer gingen auch nach mehrmaliger Aufforderung nicht. Ebenso weigerten sich die meisten, Mundschutze zu tragen und hielten auch die Abstandsregeln nicht ein.
Etwas später wollten sie mit dem Demonstrationszug beginnen.
Die Polizei versperrte ihnen den Weg, indem die Beamten eine Kette bildeten. Dies hielt aber die Demonstranten nicht davon ab weiterzumarschieren.
Die Kette wurde kurze Zeit später durchbrochen und Polizisten wurden zu Boden gerissen oder gerungen.
Personen, die von der Polizei gestellt wurden wegen Verstoßes gegen die Corona-Verordnung, leisteten massiv Widerstand. Polizisten wurden beleidigt, bespuckt und körperlich malträtiert.
Insgesamt wurden 947 Anzeigen geschrieben.

Nachdem diese Bilder vom Samstag bekannt wurden und für großen Unmut in der Bevölkerung gesorgt hatten, meldete sich in den sozialen Medien eine Frau zu Wort, die von sich behauptete, sie gehöre weder zu den „Querdenkern“ noch zu den „Nazis“, sondern sei lediglich „als Mensch und als Mutter“ in Dresden unterwegs gewesen.

Ich stand so vor eine Reihe Polizisten, die uns einkesselte, sah jeden Polizisten direkt in die Augen. Einige wussten nicht wo sie hinschauen sollten, aber besonders berührt und bestätigt haben mich die, die mein Schild lasen und mir zunickten, danach ihren Kopf sanken.
In Gesprächen wurde klar, dass die Polizisten genauso betroffen sind, ihre persönliche Meinung nicht kundtun dürfen, nur ihrem Job nachgehen. Eines Tages werden auch diese Menschen sich entscheiden müssen. 
Wir wurden stundenlang eingekesselt, ohne die Möglichkeit Abstand zueinander zu halten.
Einzigste Option war, seine Personalien +Foto zu hinterlassen und gehen zu dürfen. Anzeigen werden nun sicher folgen. Dies taten wir nach ca. 5 Stunden. Ich hoffe, mein Bild mit diesem Schild geht nun durch viele Hände. 
Wir ertragen viel, sind erwachsen, aber bei den Kindern ist Schluss, dem sollte sich diese Gesellschaft, ob Mutter, Vater, Opa, Oma, oder Polizist endlich einig sein!

Diese „Mutter“, die mit einem Schild in den Händen, auf dem „Finger weg von unseren Kindern! Eltern stehen auf“ nur mal so durch Dresden spazieren gegangen sein wollte, ist also in einen Polizeikessel geraten.

In Dresden hat es definitiv keinen Polizeikessel gegeben.
Dieser ist auf keinem Video, weder von der Polizei, von Medienanstalten noch von Demonstrationsteilnehmern zu sehen.
Das einzige, was zu sehen ist, ist die Polizeikette und kleine Gruppen von Polizisten, die sich besonders hartnäckige, penetrante, uneinsichtige und radikale Personen herauspickten und diese auch festhalten oder einkreisen, da andere diese aus den Händen der Polizei befreien wollten.

Ebenso ist es völlig aus der Luft gegriffen, dass eine „Mutter“, die ein Schild mit sich trägt, zufälligerweise in einen (nicht dagewesenen) Polizeikessel gerät.
Warum soll sie denn in den (imaginären) Kessel geraten sein?
Auf dem Foto, das die „Mutter“ zeigt, trägt sie übrigens keine Maske und es ist nicht ersichtlich, wo sie sich überhaupt befindet.

Unter dem Slogan „Finger weg von unseren Kindern“ kann man „Eltern stehen auf“ lesen.
Diese Vereinigung, auf der eigenen Webseite als eingetragener Verein deklariert, setzt sich für Kinderrechte, freie Entfaltung der Kinder und dergleichen mehr ein. Laut eigener Angabe hat der Verein 16 Mitglieder und 55000 Unterstützer.
Auf der Unterseite „Über uns“ der Homepage dieses Vereins sind Hyperlinks – Verweise – zu anderen Webseiten der Partner-Organisationen aufgelistet.

„Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie“ ist laut eigener Darstellung eine Vereinigung von Mitarbeitern in medizinischen Berufen sowie Wissenschaftlern. Diese beschäftigen sich mit den Themen Gesundheit, Freiheit und Demokratie. Mitglieder diese Vereinigung sind unter anderen Prof. Homburg, Prof. Bhakdi, Dr. Wodarg, Dr. Schiffmann und einige mehr, die besonders dadurch bekannt wurden, dass sie die Statistiken über die Corona-Pandemie falsch interpretierten, und behaupteten, die Corona-Krise würde von den Medien nur aufgebauscht.
Sie sind auch bekannt für die Verbreitung von Falschinformationen oder Verdrehung von Tatsachen und Fakten.
Die Vereinigung sagt eindeutig, dass deren Hauptzweck sei,, gegen die Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie vorzugehen.

Die „Mask Force“ oder „Masken Task Force“ ist eine Vereinigung von Rechtsanwälten, die Schadensersatzklagen gegen die Maskenpflicht anstreben möchte. Sie verweisen wiederum auf „Eltern stehen auf“ und „Schulen stehen auf“.

Die Webseite von „Eltern stehen auf“ verweist auch auf die Facebookgruppe „Ich lasse mich nicht impfen“.

Andere Partner von „Eltern stehen auf“ sind esoterische Vereinigungen, die ein neues Menschenbild deklarieren, sich Utopien ausdenken, wie die Welt friedlicher und freier sein könnte, und sich ihre eigenen Religionen zusammenphantasieren. 

Die Vereinigungen „Eltern stehen auf“ und „Schulen stehen auf“ sind besonders auf dem Messengerdienst Telegram aktiv. Zu ihren Zielen gehören, dass Schulen die Maskenpflicht für Schüler kippen. Dabei geht besonders „Schulen stehen auf“ sehr penetrant vor und scheut nicht davor zurück, Schüler für sich zu instrumentalisieren. Sie ist auch dafür verantwortlich, dass Flugblätter mit Falschaussagen über die Corona-Pandemie oder die Maskenpflicht in die Schulen gelangen.
Zusammen mit dem anderen Verein wird Geld für Flugblätter beschafft und alles rundherum dazu organisiert.
Diese mit Lügen gespickten Pamphlete werden dann in Briefkästen gesteckt.  

Die Vereinigung „Es reicht uns!“, die zu den bundesweiten Kundgebungen am 13.3.2021 aufgerufen hat, ist bekannt dafür, dass sie viele Lügen, Unwahrheiten und Falschinformationen über die Corona-Pandemie verbreitet. 
Es kann übrigens passieren, dass man das Brandenburger Tor von Berlin nach Potsdam versetzt, aber das hätte man vor der Veröffentlichung von Aufklebern und Flugblätter merken können.
Die Benutzung der Begriffe „autoritäre Corona-Einschränkungen“, „IfSG-Ermächtigungen“ und „Zensur & Unterdrückung des offenen Dialogs“ spricht Bände, wie deren Weltansicht von der realen Welt abweicht.

Nun kann man sogar die Aussage der „Mutter“ richtig einordnen.
Die „Mutter“ soll die Radikalität und das aufgebrachte Verhalten der Demonstranten in Dresden in einen anderen Fokus rücken. Sie will durch ihre gespielte Naivität und ihr Tränendrückergehabe sowie das sich selbst in die Opferrolle-Begeben die Polizei denunzieren. Sie tut so, als wären die Polizisten die „Bösen“ und nicht die Demonstranten, deren Aufmarsch bekanntermaßen schon im Vorfeld verboten wurde.
Auch soll es so dargestellt werden, dass die Polizei eigentlich auf der Seite der Demonstranten steht, aber dies nicht darf. Es wird suggeriert, dass die Polizisten in einem Zwiespalt sind.
Dies reiht sich ein in die anderen Behauptungen, die genau wie alle anderen, Wunschdenken sind.

Es ist sowieso sehr zweifelhaft, als die „Mutter“ beschreibt, dass sie fünf Stunden im (imaginären) Kessel gewesen sei und nur deswegen herausgekommen sei, weil sie ihre Personalien und ihr Foto hinterlassen habe.
Falls es stimmen würde, warum hat sie sich (angeblich) fünf Stunden geweigert, ihre Personalien anzugeben? Und was für ein Foto will sie hinterlassen haben?
Es ist unglaubwürdig, dass sie ein Foto von sich dabei hatte oder dass vielleicht ein Polizist ein Foto von ihr gemacht haben könnte.

Es gibt kein einziges Video, das einen Polizeikessel zeigt, weder von der einen noch der anderen Seite, nicht von der Polizei, den Medienanstalten oder den Demonstranten.
Die beiläufig aufgestellte Behauptung, die Polizei hätte Pfefferspray gegen die Demonstranten eingesetzt, kann anhand von Videos, in deren Überschrift man dies lesen kann, nicht bewiesen werden. Videos zeigen keinen Einsatz von Pfefferspray oder anderen Reizmitteln.

Radikale und aufgebrachte Menschen benutzen immer die gleichen Verhaltensweisen, um von ihren eigenen Taten und Fehlverhalten abzulenken und sich im Nachhinein reinzuwaschen.
Man erinnere sich an „Stuttgart 21“!
Demonstranten belagerten stundenlang das Bahnhofsgelände, obwohl die Polizei schon längst die Demonstration als aufgelöst deklariert hatte, und bewarfen Polizisten laut eigenen Angaben mit Kastanien. Die Kastanien stellten sich als Steinchen heraus. Diese wurden gezielt auf die Visiere der Polizisten geworden, um sie permanent zu ärgern.
Auch kam heraus, dass die Demonstranten sich vorher abgesprochen hatten, was genau wann zu tun ist. 
Als die Polizei massiver gegen sie vorging und welche leider dabei auch verletzt wurden, sagte der Rädelsführer der Demonstranten: „Solche Bilder brauchen wir.“.
Die Demonstranten, die die Polizei immer und immer wieder malträtierten und beleidigten, riefen laufend: „Wir sind friedlich, was seid Ihr?“, um sich selbst als unschuldig und friedlich darzustellen.
Um sich reinzuwaschen, wurde sogar behauptet, die Polizei hätte die Videos falsch zusammengeschnitten und manche Szenen wären von der Polizei mit eigenen Schauspielern oder Kollegen extra gedreht worden, um die Demonstranten ins falsche Licht zu setzen.

In Dresden griffen Demonstranten Polizisten an und redeten dann von „Polizeigewalt“, wenn diese sich zur Wehr setzen. Die Strukturen sind die gleichen wie immer – und nicht nur (wie) bei „Stuttgart 21“.

Die „Sache“ in Dresden ist es relativ harmlos gewesen. 
Sie wurde nur vonseiten der Demonstranten, deren Veranstaltung nicht genehmigt war, in ein falsches Licht gesetzt, um davon abzulenken, dass sie etwas Unrechtes getan hatten.

Die „Mutter“, die angeblich in einen (nicht-vorhandenen) Polizeikessel geraten sein will, kann man als wissentliche Verbreiterin von Falschinformation (Fake-News) einordnen. Fraglich ist sowieso, dass eine „Mutter“, die gegen die Maskenpflicht ist, zufälligerweise in eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen (inklusive Abschaffung der Maskenpflicht) gerät und auch noch ein Schild bei sich trägt.
Leider zeigte sich aber, dass viele auf diese Lüge hereingefallen sind und die „Mutter“ bedauerten und sogar in Schutz nahmen vor Kritik.

Wenn man kritisch mit Berichten, egal von welcher Seite und von wem sie kommen, umgeht und diese hinterfragt sowie recherchiert, eröffnet sich einem sehr schnell die Wahrheit.

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