Die CDU hat abgelehnt, dass Christine Lieberknecht Übergangsministerpräsidentin von Thüringen wird.
Damit hat sich die Finte von Bodo Ramelow erledigt.

Ramelow will unbedingt Ministerpräsident werden und ihm ist jedes Mittel recht. Andersherum muss er es irgendwie schaffen, sich ausreden zu können, falls die AfD, wie Alexander Gauland ankündigte, Ramelow wählen würde.

Die miese Tour, die Stimmen, mit denen er gewählt würde, anders umzudeuten, um im stalinistischen Sinne „moralisch“ gut dazu stehen, zeigt sein antidemokratisches Verhältnis zur Demokratie.
Damit sein Spielchen funktioniert, sollte jeder bei der geheimen Wahl nachher sagen, wie er gewählt habe. So hätte er ja sagen können, wer ihn gewählt hätte, und ob er rein-rechnerisch mit den AfD-Stimmen an die Macht gekommen wäre oder nicht.

Um viele Stimmen zu bekommen, mussten sich die Stalinisten Linken etwas einfallen lassen. Wenn die CDU geschlossen Ramelow wählte, kämen die Linken mit den Stimmen schon alleine auf 50, wobei 45 reichen würden.
Dazu kämen dann die dreizehn von der SPD und den Grünen.
Das wären dann – ohne die AfD und ohne die FDP – 70 Prozent, was hieße, dass Ramelow schon nach dem ersten Wahlsieg als Sieger feststünde.

Um sich der Stimmen der CDU sicher zu sein, schlug er also vor, dass die ehemalige Ministerpräsidentin Lieberknecht (2009 – 2014) bis zu den Neuwahlen kommissarisch die Regierungsgeschäfte übernehmen solle.
Vorausgesetzt, der geschasste Noch-Ministerpräsident Kemmerich träte zurück.

Auch wenn Ramelow dachte, die CDU wäre dumm und spielte sein Spielchen mit, hat er doch nichts erreicht.

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