Die Gesundheitsminister der Europäischen Union haben entschieden, dass die Produktion von Arzneimittel verstärkt in Europa stattfinden soll.


Im Zuge der Corona-Pandemie und der dadurch bedingten stockenden bis stillstehenden Produktion in Fernost fehlten viele Arzneimittel.

In den vergangenen Jahren sind die Kosten für Arzneimittel sehr gestiegen.
Bedingt dadurch wurde auf Alternativen von Markenarzneien gesetzt, den sogenannten Generika.

Dies sind Mittel, die den gleichen Inhaltsstoff (in der gleichen Menge) enthalten wie zum Beispiel ein Markenprodukt, in der Regel aber wesentlich billiger sind.

Da es über Jahre nicht gelang, Preise zu drücken, wurde die „Aut-Idem-Regelung“ eingeführt.

Apotheker sind verpflichtet, ein vom Arzt verschriebenes Medikament gegen ein Generikum oder ein anderes wirkstoff‑ und mengengleiches Arzneimittel auszutauschen, wenn dieses preisgünstiger ist.
Der Arzt kann diese Regelung in Ausnahmefällen auf dem Rezept revidieren.

Bedingt durch diesen Preiskampf mussten Pharmaunternehmen billiger produzieren und verlagerten ihre Produktionsstandorte erst nach Osteuropa, später nach Fernost.

Nun wurde der Markt durch die Corona-Krise so gut wie leergefegt, da der Nachschub (inklusive Verschiffung) für wichtige Arzneimittel fehlte.

Die EU-Gesundheitsminister haben eine richtige Entscheidung gefällt, Anreize zu schaffen, dass Arzneimittel wieder in Europa hergestellt werden, um so aus der Abhängigkeitsschlinge Fernosts zu kommen.

Zumindest hat die Corona-Krise einige Personen zum Nachdenken und Handeln bewegt.

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