Wenn man Journalist ist, ist man in den Kreisen der „Dagegener“ direkt der Feind. Man ist „Lohnschreiber“, was bedeutet, dass man gegen Geld das schreibt, was die „Obrigkeit“ will.


In Zeiten der Corona-Krise ist dies noch schlimmer geworden.
Per Definition hat man einfach unrecht. Vor allem schreibt man ja das, was einem vorgeschrieben wird. Egal, was es ist. Man bekommt Geld, indem man schreibt, was man soll, ohne Rücksicht auf Verluste.

Berufsbedingt hat man unrecht.

Punkt!

Die Personen, die dies behaupten, zitieren gerne das Grundgesetz, Artikel 5.

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Art 5


(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

Dies gilt bei den „Pressehassern“ nur einseitig, denn das „Regime“ – wo immer es sein mag! – unterbindet „Wahrheiten“, die nicht genehm sind.

Eine Corona-Leugnerin verwies auf einen Artikel, in dem behauptet wird, dass 90 Prozent aller Corona-Tests ein falsches Ergebnis lieferten.
Ich argumentierte, dass dieser Artikel sich auf positive Ergebnisse beziehe und sich nicht zu negativen äußere und mir sehr einseitig erschiene. Wenn man sage, dass 90 Prozent der positiven Tests nicht stimmten, müsse man schließlich auch sagen, dass es für negative auch gelte.
Ich verwies auf einen Artikel des Redaktionsnetzwerkes Deutschlands (RND) und des Rechechenetzwerks Correctivs, der jünger war als der oben genannte. In diesem wird beschrieben, dass Corona-Tests zu 95 Prozent richtige Ergebnisse lieferten. Gleichzeitig wurde dort auch klargestellt, wie die Falschmeldungen zu den Corona-Tests zustande kämen.

Dies wollte die Corona-Leugnerin nicht als Quelle anerkennen, weil dies „System-Medien“ seien, die nur „Propaganda“ machten.
Gleichzeitig sagte sie, man müsse „ihre“ Fakten anerkennen und bezog sich auf Artikel 5. Die Meinungsfreiheit sagt aus, dass jeder seine Meinung verbreiten darf, schreibt aber nicht vor, dass man die Meinung anderer als „richtig“ übernehmen muss.

Dies erklärte ich ihr. Auch stellte ich dar, dass ich mich aus vielen verschiedenen Quellen informiere und mir daraus eine eigene Meinung bilde.
Wie immer, wenn manche Leute nicht recht bekommen,

Wir Journalisten haben es schon schwer.

Oder auch nicht!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Gedanken