Nicht erst seit kurzem, aber momentan häufend, findet man im Internet Werbeanzeigen für kuriose Produkte, die versprechen, man könne damit Strom, Benzin und vieles mehr sparen.

Um diese Produkte wird eine suspekte Welt aufgebaut.

Ausnahmslos wird behauptet, dass diese Produkte und Geräte erfunden worden seien, um Energie zu sparen, deren Markteinführung aber von den Energiekonzernen verhindert würde. Auch gibt es Ammenmärchen, dass die Energiekonzerne „offizielle Stellen“ oder Geschäfte so unter Druck gesetzt hätten, dass sie diese Produkte wieder aus dem Angebot genommen hätten oder nehmen mussten.

Eins der Produkte soll Strom sparen.
Mit pseudo-wissenschaftlichem Gerede wird behauptet, dass das Gerät in die Steckdose gesteckt werden müsse und in ein paar Sekunden schon der Energievorgang gestartet würde.
Dieser „Stromsparer“ soll angeblich den Strom stabilisieren und so angeblich mindestens 30 Prozent Strom sparen. Dies soll über die „Frequenzen“ der Spannung funktionieren.

Ein anderes Gerät soll den Spritverbrauch des Autos reduzieren.
In jedem Auto befindet sich ein sogenannter Diagnoseanschluss. Dieser wird benutzt, um das Auto in der Werkstatt an ein Diagnosegerät anzuschließen, um zum Beispiel Fehlermeldungen auszulesen.
Diesen Anschluss besitzen alle Autos, die ab 2001 gebaut wurden.
Dieser Anschluss wird benutzt, um das „Spritspargerät“ ans Auto anzuschließen.
Es schaltet sich sofort ein und manipuliert das Auto so, dass 30 Prozent Sprit gespart werden.
Dabei greift es aber laut Hersteller nicht in das Motormanagement oder die Verbrennung ein.
Es wird dazwischen geschaltet und spart einfach Treibstoff, ohne in die Verbrennung oder bei der Spriteinspitzung etwas zu tun.

Diese Geräte können nicht eingreifen, um Energie zu sparen.

Die „Produzenten“ dieser ominösen Geräte spielen mit der Angst der Leute, weil momentan die Energiepreise steigen.
Zudem erzeugen sie eine ominöse Welt um sich und ihre Produkte, in dem sie behaupten, diese Geräte wären so gut, dass Energiekonzerne die Geräte verbieten lassen haben.
Auch wird schon behauptet, dass Energiekonzerne alles täten, um die Geräte vom Markt nehmen zu lassen.
Da für die Geräte aber im Internet eine riesige Werbewelle losgetreten wurde, müssten die Energiekonzerne, denen die Geräte ein Dorn im Auge sind, die Werbeanzeigen verbieten lassen.
Dies kommt wie eine Weltverschwörung daher, was sie aber nicht ist.
Es wird bestimmt viele Leute geben, die auf die „Versprechen“ hereinfallen und sich solche völlig nutzlosen Geräte kaufen.


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