Die Welt ist ein Theater und die Onlinenetzwerke sind die Bühne für viele.
Dabei sind es viele Selbstdarsteller, die nicht bemerken, dass ihre Relevanz einen weiteren Nullpunkt darstellt.

Eine Person hält einen Becher Kaffee vor einem Schnellrestaurant hoch und lässt ein kleines Video von sich schießen mit dem Kommentar: „Bääääästeeeee!“, wobei das Wort „beste“ heißen soll und langgezogen wird.
Sie möchte der Welt mitteilen, dass der Kaffee gut schmeckt und dieser wohl der „beste“ ist, den sie kennt.

Das nächste Mini-Video handelt davon, dass sie sich aufnehmen lässt mit einem anderen Becher in der Hand mit der Botschaft „froooosänn Joooghurt“.
„Frozen Joghurt“ scheint ihr wohl auch zu schmecken, weswegen sie es der Welt mitteilt.

Solche Mini-Videos gibt es zuhauf in den „sozialen“ Onlinenetzwerken.

Welcher Sinn hinter dieser Selbstinszenierung steckt, können die Personen selbst nicht sagen, denn es wird einfach veröffentlicht. Es ist ein „Hype“, zu zeigen, was man den ganzen Tag tut.

Zwischendurch gibt es dann zig Selfies, momentan sehr oft mit einer Schrägneigung nach links oder rechts.
Die Gesichtsausdrücke auf den Bildern sind immer gleich, ein Selfie wie das andere, nicht zu unterscheiden.

Der Gehalt solcher „Statements“ ist gleich Null, weil diese Dinge inflationär sind. Es gibt sie millionenfach.

Die Personen – jede von ihnen – sehen sich aber als die Superstars an, die der ganzen Welt Tipps geben, wie zum Beispiel „Bääääästeeeee“ oder „froooosänn Joooghurt“.

Tipps, die die Welt nicht braucht!

Der Kurzmitteilungsdienst Twitter testet momentan Sprachnachrichten.
Zumindest braucht man sich bei Sprachnachrichten nicht auf Rechtschreibung und Zeichensetzung zu achten.
Grammatik ist für die meisten dieser „Superstars“ irrelevant, weil sie sie sowieso nicht beherrschen.

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