Bald startet die Fußballbundesliga wieder.
Die Spiele werden aus Infektionsschutzgründen ohne Zuschauer stattfinden. Man spricht dann von „Geisterspielen“.

Man muss sich Folgendes auf der Zunge zergehen lassen:

Bis Anfang voriger Woche wurden 1724 Corona-Tests an Fußballern der ersten und zweiten Bundesliga genommen und analysiert.
Wenn nun die Bundesliga startet, werden permanent vor jedem Training und jedem Spiel „vorsorglich“ Test von den involvierten Fußballern, Trainern, Manager und so weiter genommen.
Wenn man es hochrechnet, sind mindestens 25 000 Tests nötig., wenn nicht sogar (wesentlich) mehr.

Krankenhauspersonal, Altenpfleger, Hebammen, Hausärzte et cetera arbeiten jeden Tag und setzen sich der Gefahr, an Corona (Covid-19) zu erkranken, aus.
Krankenhauspersonal, das in Notfall‑ und Fieberambulanzen sowie auf Corona-Stationen arbeitet, bekommt keine vorsorglichen oder nachsorglichen Tests.
Dieses Menschen müssen arbeiten, bis sie Symptome an sich bemerken. Erst dann bekommen sie sieben Tage später einen Abstrich genommen. Nun müssen sie zu Hause bleiben, in der sogenannten „häuslichen Quarantäne“. Wenn der Test negativ war, können sie weiter arbeiten.
War der Test positiv, müssen sie so lange in der „häuslichen Quarantäne“ bleiben, bis ein regelmäßig wöchentlicher Test irgendwann ergeben hat, dass diese Person corona-negativ ist.

Wenn jemand vom Krankenhauspersonal keine Symptome an sich feststellt, muss er arbeiten. Theoretisch könnte er den Virus aber in sich haben und ihn auch weiter verbreiten. Es gibt nämlich Menschen, die ihn in sich tragen, aber keine Symptome zeigen.

Im Fußball, in dem es um horrende Millionen Euro geht, werden die Fußballer regelmäßig getestet. Da spielt bekanntlich Geld keine Rolle.

Man verplempert Corona-Tests.

In manchen Kliniken fehlen die mit Watte ummantelten Abstrichstäbchen, sodass man aus der Not heraus Watte auf Holzstäbchen klebt, damit man irgendwie einen Abstrich aus dem Mund‑ und Rachenraum nehmen kann.

Auf der anderen Seite hortet die Deutsche Fußballliga die dringend benötigten Teströhrchen.

Dies stellt in keinem Verhältnis und ist moralisch nicht hinnehmbar.

Genauso ein Unding ist es, dass Fußballvereine in der Corona-Krise keine Spenden an Krankenhäuser überwiesen haben.

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