Einer meiner Bekannten, ein Student, arbeitet bei der EinlasskontrolleEinlasskontrolle In Zeiten der Corona-Krise muss man als Besucher, Patient oder externer Mitarbeiter in Krankenhäusern erst an der Einlasskontrolle vorbei, die nach bestimmten Corona bedingten und bezogenen Sachlagen (z.B. Fragen und / oder auch Fiebermessung) entscheidet, ob man hereingelassen wird oder nicht. Dies soll verhindern, dass das Coronavirus ins Krankenhaus eingeschleppt wird. in einem Krankenhaus.
Diese prüft anhand von Fragen, ob jemand potenziellpotenziell möglich (im Gegensatz zu wirklich), denkbar, der Möglichkeit nach, vielleicht zukünftig, könnte passieren an Covid-19Coronavirus Das Coronavirus (SARS-CoV‑2) verursacht eine schlimme Lungenkrankheit (COVID-19), die auch tödlich enden kann. leidet und entscheidet dann, ob jemand das Krankenhaus betreten darf. Sie kontrolliert auch den Impfstatus und gegebenenfalls, ob jemand einen gültigen CoronaCoronavirus Das Coronavirus (SARS-CoV‑2) verursacht eine schlimme Lungenkrankheit (COVID-19), die auch tödlich enden kann.-SchnelltestAntigen-Schnell-Tests Ein Antigen-Schnell-Test kann erkennen, ob eine Person mit bestimmten Krankheitskeimen oder ähnlichem infiziert wurde. Diese Tests liefern in der Regel nach einer Viertelstunde ein Ergebnis. Die Erkennungsquote ist allerdings wesentlich geringer als bei PCR-Tests. oder PCR-TestPCR-Test Ein PCR-Test kann in einer Probe Krankheitskeime, Anomalien und vieles mehr erkennen. mit negativem BefundNegativer Befund Ein negativer Befund – in manchen medizinischen Bereichen auch „ohne Befund” genannt – drückt aus, dass jemand zum Beispiel nicht an der Krankheit oder an dem leidet, was man befürchtet hatte. Es kann aber auch bedeutet, dass jemand keine Krankheitserreger in sich trägt. besitzt.
Sie gewährleistet momentan unter anderem, dass niemand das CoronavirusCoronavirus Das Coronavirus (SARS-CoV‑2) verursacht eine schlimme Lungenkrankheit (COVID-19), die auch tödlich enden kann. ins Krankenhaus einschleppt.

Mein Bekannter erzählte mir eine kuriose Geschichte, als ich ihn fragte, wie seine Arbeit sei und was es Neues gäbe.

Es war wohl vor etwa einer Woche.

Wenn man ins Krankenhaus geht, muss man trotz alledem eine Maske tragen, trotz Lockerungen.
Ein Mann setzte sich an den Tisch der Einlasskontrolle.
Mein Bekannter reichte ihm eine FFP2FFP-Masken Schutzmasken, wie z.B. FFP2, FFP3, KN95, N95, die im hohen Maße auch gegen Krankheitserreger schützen.-Maske und bat ihn, diese aufzusetzen.
Der Mann meinte, das bräuchte er nicht tun, weil er ein „Befreiungsattest“ habe.
Nach Aufforderung zeigte er dies auch hervor, obwohl er nebenbei sagte, man könne sich gegenseitig auch einfach vertrauen.
Es war ein DINDIN Eine DIN-Norm ist ein unter Leitung des DINDeutschen Instituts für Normung – erarbeiteter Standard. A4 großes Blatt, auf dem sich ein Text von etwa einer Dreiviertelseite befand.
Dort waren weder ein Briefkopf, noch der Name des „Befreiten“ und auch keine Unterschrift vorhanden, also nur ein Text auf einem Blatt Papier.

Mein Bekannter von der Einlasskontrolle – Nennen wir ihn einfachhalber Thomas! – lehnte das AttestAttest Ärztliche Bescheinigung (besonders über den Gesundheitszustand einer Person) ab und forderte sein Gegenüber – Der Einfachheit halber Herr Schmid genannt – nochmals auf, eine Maske aufzusetzen, was er wieder verweigerte.
Er machte ihm klar, dass wegen der Infektionsgefahr durch das Coronavirus die Maskenpflicht gelte.
Der „Befreite“ intervenierte, dass er einen Termin für eine Kontrolle habe und diesen wahrnehmen möchte.
„Es gibt nur zwei Möglichkeiten“, sagte Thomas, „entweder setzen Sie die Maske auf und können Ihren Termin wahrnehmen oder Sie setzen sie nicht auf und Sie nehmen ihn nicht wahr, weil Sie in diesem Fall das Krankenhaus nicht betreten dürfen.“

Sein Gegenüber erklärte ihm, dass er seine Freiheitsrechte beschneide. Zudem sei dies unterlassende Hilfeleistung.
„Hierbei handelt es sich nicht um unterlassene Hilfeleistung. Erstens sind Sie kein Notfall und zweitens widersetzen Sie sich der Aufforderung, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, ihren Termin wahrzunehmen, wenn Sie die Maske aufsetzen.“

Herr Schmid wiederholte, dass er ein Attest habe und er sagte, er kollabiere, wenn er auch nur für eine kurze Zeit eine Maske tragen würde.
Thomas sagte, dass er dann ein ärztliches Attest vorlegen könne, das allerdings von einem Arzt des Krankenhauses begutachtet werden müsse. Herr Schmid meinte, dass es verschiedene AttesteAttest Ärztliche Bescheinigung (besonders über den Gesundheitszustand einer Person) gäbe und dies Attest hätte er nach einer gerichtlichen beziehungsweise juristischen Auseinandersetzung erhalten.
„Warum gibt es dann keinen Briefkopf oder sonstiges auf ihrem sogenannten Attest?“, fragte Thomas, „Erklären Sie mir bitte auch, warum auf dem Zettel nur etwas von Freiheitsrechten steht!“
Herr Schmid erzählte wieder die Version, dass es verschiedene Atteste gäbe und ging nicht mehr auf die „gerichtliche“ oder „juristische“ Auseinandersetzung ein, indem er dieses Thema geschickt zu umschiffen versuchte. 

„Das können Sie gerne behaupten“, erwiderte Thomas und winkte der Security, „doch ich weiß, dass es nicht stimmt. Ich fordere Sie nun zum letzten Mal auf, dass Sie die Maske aufsetzen oder das Krankenhaus verlassen.“
Herr Schmid fragte Thomas wieder, ob er seine im GrundgesetzGrundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland garantierte Freiheit beschneiden dürfe, worauf Thomas antwortete, dass in dem Artikel des Grundgesetzes, auf den er sich beziehe, eindeutig stünde, dass „dieses Recht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes beschränkt werden“ könne. Das InfektionsschutzgesetzInfektionsschutzgesetz Das deutsche Infektionsschutzgesetz (IfSG) ist ein Bundesgesetz gegen gemeingefährliche oder übertragbare Krankheiten bei Menschen und regelt die hierfür notwendige Mitwirkung und Zusammenarbeit von Behörden et cetera sei ein Bundesgesetz und dies schränke momentan Freiheiten ein, um eine breite InfektionInfektion Von einer Infektion spricht man in der Medizin, wenn sich eine Person mit einem Krankheitserreger angesteckt hat. Dieser Erreger kann z. B. ein Bakterium, ein Virus, ein Pilz oder auch ein Wurm sein. der Menschen zu verhindern oder zumindest abzumildern..

Herr Schmid intervenierte mit einem „Aber …“, doch Thomas sagte: „Ich diskutiere nicht mit Ihnen. Entweder setzen Sie die Maske auf oder Sie verlassen dieses Krankenhaus.“
Ein Mann der Security stand neben Herr Schmid und zeigte ihn, wo er das Krankenhaus verlassen müsse.
Herr Schmid entschied sich, sitzen zu bleiben und leierte wieder die Geschichte mit „seinen Freiheitsrechten“ herunter.
Beide blieben unbeeindruckt, sowohl Thomas, als auch der Security-Mann.
Nachdem Thomas ihn mehrere Male aufgefordert hatte, zu gehen und er sitzen blieb, kündigte er an, die Polizei zu rufen und tat dies kurz danach.
Die Security wies ihn an, im Wartebereich zu warten, da man dort theoretisch ohne Maske stehen dürfe, weil dort Durchzug sei. Er gab sich vorerst geschlagen und wartete mit enttäuschtem Gesicht.

Dann kam die gerufene Polizei.
Thomas sah diese und ging sofort auf sie zu und leitete sie zu Herrn Schmid.
Dieser fühlte sich sehr sicher.

Als die Polizei sich bei ihm vorstellte, stellte er die Frage, wer sie legitimiert hätte, dass sie jetzt kämen.
Der Polizist meint, dass seine Partnerin und er da seien, um das Hausrecht des Krankenhauses anzuwenden und durchzusetzen.
Der Polizist wollte auch das Attest sehen, klärte aber auf, dass der einzige Wert der sei, auf dem es gedruckt sei, also das Papier einen Wert habe, das Attest aber nichts aussage und ihn nicht erlaube, das Krankenhaus zu betreten.
Er zweifelte an, dass die Polizisten „keine Macht ihm gegenüber“ hätten, da sie von niemanden legitimiert seien.
Schließlich gebe es niemanden, der dies tun könne, weil die Bundesrepublik nur eine Verwaltung der Alliierten sei.
Thomas argumentierte: „Wie ich ihrer Aussage entnehme, erkennen Sie unseren Staat nicht an. Das Problem ist aber, dass dieser – Ich nenne es – ‚Staatsapparat‘ an der Macht ist. Dieser hat de jureDe Jure „laut Gesetz”, „rechtlich gesehen” auch die Exekutive – die ausführende Gewalt, in diesem Falle die Polizei – legitimiert, Gesetze anzuwenden. Solange dieser ‚Staatsapparat‘ an der Macht ist, müssten Sie die Polizei wohl oder übel als Ordnungsmacht anerkennen. Ihnen bleibt nichts Anderes übrig, bis ein ‚Staat Ihrer Vorstellung‘ an der Macht ist.“
Herr Schmidt erwiderte, dass es keinen Friedensvertrag gebe und somit gäbe es auch keine Verfassung.
Thomas erläuterte ihm, dass der Vier-plus-Zwei-Vertrag eindeutig sage, dass es keinen Friedensvertrag geben müsse, da das wiedervereinigte Deutschland als nicht aggressiv eingestuft werde. Der Zwei-plus-Vier-VertragZwei-Plus-Vier-Vertrag Der am 12.09.1990 abgeschlossene Zwei-Plus-Vier-Vertrag zwischen den beiden deutschen Staaten und den vier Siegermächten des Zweiten Weltkrieges (Alliierte) stellte die endgültige innere und äußere Souveränität des vereinten Deutschlands her und beendet den Alliertenstatus (Pflichten, Rechte und Verantwortlichkeiten). regle eindeutig, dass Frieden geschlossen würde, sage aber explizit auch, dass ein Friedensvertrag nicht nötig sei.
Während Herr Schmid weiter seinen SermonSermon Langweiliges, weitschweifiges, nichtssagendes Gerede ohne Sinn und Verstand herunterspulte, führten die Polizisten ihn heraus und erteilten ihm Hausverbot sowie Betretungsverbot ohne Maske.
Die Polizisten blieben völlig ruhig, als Herr Schmid ihnen immer wieder erklären wollte, dass er im Recht sei.
Irgendwann ging Herr Schmid enttäuscht, versprach aber, dass er die beiden Polizisten, das Krankenhaus und Thomas anzeigen wolle.

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