Die neue deutsche Außenministerin Annalena Baerbock zieht momentan Häme auf sich, weil sie manche Namen von Politikers aus dem Ausland nicht richtig ausgesprochen hat. Als Politiker sollte man so etwas hinbekommen.

Im privaten Bereich und zum Teil im geschäftlichen sieht es etwas anders aus.

Da ich viel mit Ausländern zu tun habe, gebe ich mir Mühe, ihre Namen richtig auszusprechen.
Manchmal frage ich mehrmals nach und versuche sie zu wiederholen, bis ich es mehr oder weniger gut schaffe.

Im Gegenzug fällt mir allerdings auf, dass es nicht immer so einfach ist.
Ich verlange nämlich, dass der andere meinen Namen dann auch einigermaßen gut ausspricht.
Mein Vorname ist nicht „Dietmör“ und mein Familienname auch nicht „Snaidwint“.
Dann muss sich mein Gegenüber eben auch Mühe geben, und gegebenenfalls nachhaken, ob es in Ordnung ist.

Auch, wenn Amerikaner laut ihren Ausspracheregeln zum Beispiel Angela Merkel zu „Ändschäla Mööökl“ wird, ist dies keine Ausrede.
Dies kann man von Amerikanern ebenso verlangen.

Das verlangt schon der (gegenseitige) Respekt.

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