„Wir haben eine Pandemie“, sagte Jorge, mein Kollege, „Um diese zu beenden, muss jeder etwas tun.“
„Aber die Corona-Leugner meinen, wir lebten in einer Diktatur“, erwiderte ich ironisch.


„Diktatur? Ha! Ich komme aus Kuba. Frag mich mal!“

Jorge wird sauer, wenn er hört, wie die Corona-Leugner über die Menschenrechte philosophieren.

„Die sollen in Kuba gegen die Machthaber demonstrieren“, meint er und lacht lakonisch, „dann könnten sie danach erzählen, was Menschenrechtsverletzung ist. Das würden sie nicht tun, weil sie wohlstandsverwöhnt sind!“

Er schüttelt den Kopf: „Wie kann man nur so bescheuert sein und sich als Revolutionäre gegen eine Demokratie fühlen! Sie wissen nicht mal, wie super Eure Demokratie ist.“

Er äußert sich verständnislos über Bemerkungen der Corona-Leugner, die sich in das gleiche Boot zu sitzen glauben wie die Menschen, die 1989 gegen das DDR-Regime demonstriert haben.
Völliges Unverständnis macht sich in ihm breit, als er hört, wie ein elfjähriges Mädchen erzählt, sie habe sich wie Anne Frank gefühlt, als sie insgeheim ihren Geburtstag gefeiert habe.

„Diese Trottel“, sagt er, „sollen in Weißrussland demonstrieren gehen. Ob sie dann noch Menschenrechtsverletzungen durch Tragen von Masken reden?“

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