Gestern war Armin Laschet, momentaner Kanzlerkandidat der CDUCDU Christlich Demokratische Union im „Sommer-Interviews“ beim ZDFZDF „Zweites Deutsches Fernsehen”, „Das Zweite”, „Das Zweite Programm”, „Das Zweite Fernsehprogramm” in der Reihe „Berlin direkt“.
Es ging nicht nur um die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, sondern auch um politische Themen.


Die erste Frage des Interviewers Theo Koll, war, warum Armin Laschet in einer Szene in einer überfluteten Stadt – Ahrweiler – zu sehen ist, wie er lacht.
Armin Laschet dachte erst einige Sekunden nach und wich damit aus, dass die Sache für ihn und die anderen, die zu sehen sind, erledigt sei.
Koll hakte nach, indem er sagte, die Betroffenen wüssten gerne, warum er während so einer schlimmen Situation gelacht hätte. Er meinte, der Beweggrund könnte auch Gemüter beruhigen.
Laschet antwortete lapidar, dass er das Thema mit seinen Parteikollegen besprochen habe und er dazu nichts (mehr) zu sagen habe. Auch habe er sich entschuldigt dafür und dies sei genug.
Er blieb einer Erklärung schuldig, indem er sich stur stellte.

Man hätte sagen können, dass man sehr angespannt gewesen wäre bezüglich der Flutkatastrophe und einfach das Bedürfnis, lachen zu wollen, dagewesen wäre.
Er hätte auch sagen können, dass jemand eine kuriose Situation angesprochen hätte, doch er versucht lieber zu blocken und lässt Raum für Spekulationen, die nach hinten losgehen können.

Es ging auch um die CoronaCoronavirus Das Coronavirus verursacht eine schlimme Lungenkrankheit (COVID-19), die auch tödlich enden kann.-Krise.
Die Fallzahlen der täglichen Neuinfektionen steigen wieder.
Einige Politiker erwähnten, dass es möglich wäre, eine Impfpflicht anzuordnen.
Egal, wie der Interviewer es anstellte, Laschet redete um den heißen Brei herum. Er sei eine Findungsphase, meinte er und legte sich trotz mehrmaliger Aufforderung Kolls nicht fest.

So ging es die ganze Zeit.

Theo Koll stellte konkrete Frage zum Zeitgeschehen und zu Lösungen.
Armin Laschet legte sich generell nicht fest. Er verwies darauf, dass die Lage von Ereignissen immer wieder neu bewertet werden müsste und das nichts im Prinzip feststehe wegen stetiger Veränderung.
Er erzählte etwas zum Umweltschutz, lenkte auf andere Parteien ab, die in dieser Thematik langsam reagierten. So relativiert er das langsame Reagieren der eigenen Partei auf die Klimaproblematik.

Zum Thema Misstrauensvotum in Thüringen wich er in dumm-dreisten Ausreden aus.
Es ging darum, dass die AfDAfD Alternative für Deutschland-Fraktion unter Höcke ein MisstrauensvotumMisstrauensvotum Als Misstrauensvotum wird in einem parlamentarischen Regierungssystem ein mehrheitlicher Parlamentsbeschluss bezeichnet, der die Regierung, den Regierungschef oder einen bestimmten Minister absetzt, wenn die Verfassung diese Möglichkeit vorsieht. gegen Ministerpräsident Ramelow gestellt hatte. Die CDU hatte sich enthalten.
Laschets Ausrede war, die CDU ließe sich auf die AfD nicht ein und hätte deswegen nicht mit abgestimmt.
Wenn der AfD keinen Spielraum geben wollte, wie Laschet sagte, hätte man gegen die AfD stimmen können, um ihr zu zeigen, dass man gegen solche „Machtspielchen“ ist.

Das ganze Interview verlief immer in der gleichen Struktur.

Theo Koll schnitt ein Thema an und hoffte, dass Laschet außer allgemeinem Blablabla Stellung bezöge, doch nicht nur er, sondern auch die Zuschauer wurden enttäuscht.

Warum er sich für das Interview bedankt hat, weiß man nicht.

Er hat es wohl nur aus Höflichkeit getan.

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