Vorgenommen hatte ich mir eigentlich, etwas über die Leute zu schreiben, die sich mit fadenscheinigen Argumenten aus der Affären ziehen wollen, doch dieses Pochen auf die „eigenen Meinung“ kennt wohl jeder.

Wen ich meine, sind diejenigen in Diskussionen, die nicht fähig sind, einzusehen, dass sie Unrecht haben.
Es wird argumentiert und argumentiert, Ansichten und Fakten ausgetauscht und plötzlich merken sie, dass ihre Argumente sich in Null aufgelöst haben, oder sich die Fakten gegen sie gestellt haben.

Irgendwann kommen sie mit einem Totschlagargument heraus, um bloß nicht zugebenn zu müssen, dass sie sich geirrt haben.

„Man muss mir meine Meinung schon lassen!“

Diese Äußerung bringt mich genau in dem Moment zur Weißglut, wenn sie fällt.
Gleichzeitig schreibe ich dann denjenigen als Diskutant ab und hake es ab.

Wenn man faktisch Unrecht hat, wird es Zeit, seine Anschauung –  nicht Meinung – zu ändern.
Durch das oben genannte Scheinargument wird die eigene Meinung zur egoistischen hochstilisiert.
Viele lassen sich beeindrucken.
Die freie Meinung ist das höchste Gut unserer Demokratie.
Man will niemanden die freie (eigene) Meinung absprechen oder verbieten.
Darauf zielt dieses Scheinargument nämlich ab.
Und auf nichts Anderes!

Ich hatte in einem anderen Beitrag das Beispiel mit den Autos genannt.
Es geht darin darum, dass jemand anhand der Geräuschkulisse meint, sein Freund habe ein mit Benzin betriebenes Auto. Es handelt sich aber um ein Dieselauto. Nachdem sein Freund die Motorhaube geöffnet hatte, sollte eigentlich alles klar sein. Er sagt, man solle ihm seine eigene Meinung lassen. Er behauptet trotz besseren Wissens weiter, sein Freund habe einen Benziner.

Jeder klardenkende Mensch sollte nn erkennen, dass dies nichts mit der (m Grundgeetz verbrieften) Meinunsfreiheit zu tun hat.

Her handelt sich um penetrantes Wegschauen und uneinsichtiges Verhalten.

Diese Scheinargumentation findet man insbesondere im Esoterikbereich oder bei den Verschwörungstheoretikern.

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